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Mittwoch, 23. April 2008, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseums Bonn
Eintritt frei
"Geschichte imaginieren. Zu den Filmen von Matthew Buckingham." Vortrag von Julia Höner, Kulturwissenschaftlerin und freie Kuratorin, Köln
Matthew Buckingham, "Situation Leading to a Story", 1999, Edition of 5
16mm black & white film with sound, 21 minutes
Courtesy the artist & Murray Guy, New York
Matthew Buckingham (*1963, USA) ist ein Geschichtenerzähler. Seine Filme zeichnen Portraits von historischen Personen, erzählen von urbanen Landschaften, reflektieren politische Vergangenheit und fokussieren immer wieder die Geschichte des eigenen Mediums. Untrennbar verbunden mit dem narrativen Kern der Filme ist die Frage danach, wie sich die Vergangenheit überhaupt medial vermitteln lässt und welche Rolle das Filmbild dabei spielt. Zur Klärung dieser Fragen kontrastiert Buckingham in seinen Filmen geschlossene Handlungsabläufe mit den deutlich sichtbaren Techniken des filmischen Erzählens. Er nutzt unterschiedliche narrative Prinzipien, stellt Tatsachen und Annahmen neben bewusste Fiktionalisierung und geht so den historiographischen Techniken auf den Grund. Dass dabei die dokumentarische Tradition als ein die Wahrheit enthüllendes Format hinterfragt wird, ist nur ein Aspekt von Buckinghams Arbeitsweise, dem sich der Vortrag widmet.
Es werden sowohl frühe Filme als auch neuere Produktionen des Künstlers vorgestellt.
Matthew Buckingham, "False Future", 2007, Edition of 5
Continuous color 16mm film projection with sound, canvas, steel cable
Courtesy the artist & Murray Guy, New York