
Das Video Bokker von Christine de la Garenne entstand als ein Teil einer Doppelprojektion im Rahmen des Projekts ?Bejing Case ? Kultur des High Speed Urbanismus?, an dem die K?nstlerin w?hrend eines Stipendienaufenthalts in Peking teilnahm. Der Loop zeigt einen chinesischen Jungen, der sich immerzu auf einem Bock dreht. Lediglich mit Shorts bekleidet, konzentriert der Athlet dabei jede Muskelfaser auf den Akt der artistischen K?rperbeherrschung. Das rhythmische Ger?usch seiner Handbewegungen sowie begleitende an- und abschwellende Atemlaute unterstreichen die mechanische Sogkraft der scheinbar endlosen Wiederholung. Die durchg?ngig frontale Einstellung auf der H?he des Turners zeigt dessen Kopf sowie die rotierenden F??e im wechselnden Anschnitt und sorgt mithin f?r ein symmetrisches Gleichgewicht der Bildkomposition. Chromatisch sticht das intensive Blau der Hose hervor, das sich auch in der Farbskala des Hintergrunds wiederfindet. Die vordergr?ndige Eint?nigkeit der Bewegung wird indessen durch feine Variationen in der Geschwindigkeit sowie durch eine Oszillation von Synchronit?t und Asynchronit?t der Tonspur gebrochen. Mit der ?berh?hung eines banalen Akts durch dessen ad absurdum gef?hrte Wiederholung gelingt Christine de la Garenne ein subtiles Werk, das nicht nur Auge und Geh?r verunsichert, sondern auch eine politische Reflexion bietet. [FG]