Videonale 12AusstellungenVeranstaltungenArchiv
HistorieVideonale 10Videonale 11
KatalogRahmenprogrammKünstlerSponsorenDokumentation
Seite druckenSuchenSitemap
DEUTSCH | ENGLISH 
© Beate Geissler // Oliver Sann

Beate Geissler *1970, lebt in Köln
& Oliver Sann *1968, lebt in Köln

fuck the war
2006 >> 3:56 min, Ton, Farbe

Zurück

 





fuck the war ist in kindlicher Schrift auf die verschmutzte Wand im Inneren eines verlassenen Autohauses gesprüht. Kinder sind es auch, die in Tarnkleidung und mit Spielzeug-Maschinenpistolen ausgerüstet Krieg spielen. Der Graffiti-Schriftzug, der auch den Titel der Arbeit von Beate Geissler und Oliver Sann stellt, schwebt zwischen punkigem Trotz und politischer Aussage. Ist es als eine Absage an die Kampfform der Erwachsenen zu verstehen, wenn die kleinen Jungen die Maschinenpistole gegen eine Eisenstange austauschen und nicht mehr gegeneinander kämpfen, sondern stattdessen auf eine Waschmaschine einschlagen? Die Lust an der Gewalt bleibt indessen bestehen und findet im rhythmischen Schlagen der Metallstangen eine brutale akustische Komponente. Wie das Auge der Kamera wird der Betrachter zum passiven Voyeur, der das Geschehen, das zwischen Spaß und Aggression pendelt, verfolgt. Das Bewusstsein für den kleinen Schritt vom verharmlosenden Spiel hin zur tödlichen Realität, wie sie tagtäglich in den Medien thematisiert wird, hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Der Dichter und Wissenschaftler Georg Büchner stellte angesichts der in der Weltgeschichte immer wiederkehrenden Gewalttaten die beunruhigende Frage, die auch in fuck the War latent mitschwingt: »Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet?« [JZ]



Seite druckenSuchenSitemapSeitenanfangLetztes Update  24.02 2007 / 14:02 CET