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Freya Hattenberger *1978, lebt in K?ln

Sirene
2006 >> 3:30 min, Ton, Farbe

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Eine frontale Standeinstellung zeigt die K?nstlerin selbst hinter einem Mikrofon sitzend. Sie benutzt dieses jedoch nicht im gew?hnlichen Sinne zur Verst?rkung ihrer Stimme. Nicht ein Ton kommt von ihren Lippen und dennoch verschafft sie sich Geh?r. Sie umkreist das Mikrofon mit ihren Lippen, bewegt diese hin und her und st?lpt den Mund schlie?lich fast ganz dar?ber. Durch die genaue Positionierung der Lautsprecherboxen entsteht eine R?ckkoppelung und somit ert?nen die eigentlich unh?rbaren Frequenzen als ein Geheul im Raum. Freya Hattenberger spielt mit den Schwingungen, bringt sie zum Klingen und moduliert sie durch das Bewegen ihres Mundes, der einen Resonanzraum bildet. Sirene nennt sie dieses Werk und verweist damit auf das Warnsignal, aber auch auf die mythologischen Sirenen, die mit ihren hinrei?enden Stimmen Seefahrer anlockten, um sie dem Untergang zu weihen. So ist auch die K?nstlerin eine Sirene, denn sie bet?rt durch den Einsatz ihres K?rpers, doch gleichzeitig durch Intelligenz und technisches Wissen. Die Arbeit besticht durch die dargestellten Dichotomien von K?rper ? Geist, Technik ? Sinnlichkeit, Mythologie ? Physik und steht in der Tradition der feministischen Video Performances. Im ?bertragenen Sinne sehen wir die Frau im patriarchalischen [Sprach-]System, indem sie sich auf sinnlich-intelligente Weise durch Kenntnis physikalischer Begebenheiten und durch den Einsatz ihres K?rpers h?rbar macht. [MS]


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