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Theo Ligthart *1965, lebt in Berlin

Die Internationale
2005 >> 4:00 min, Ton, Farbe

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Ein eleganter Herr im dunklen Nadelstreifenanzug l?sst auf einer mechanischen Spieluhr Die Internationale erklingen ? die Hymne der Arbeiterbewegung. Einem Pianisten ?hnlich, der sich vor seinem Konzert die Hemds?rmel zurechtzieht, setzt er sich dazu in Szene. Ein rechts im Bild positioniertes Mikrofon weist wie ein Pfeil auf die kleine Spieluhr, aus der die d?nne, leiernde Melodie mal schneller, mal langsamer ert?nt. Dabei scheint der Spieler von einer inneren Unruhe getrieben, als m?sse er seine eigenen Bewegungen zum Rhythmus der Musik unterdr?cken. Mit seinem missmutigen Drehen wirkt er wie ein Kind, das eine ungeliebte Aufgabe erf?llen muss. Diese Szene erscheint umso bizarrer, als der Protagonist in seinem Businessanzug eher kapitalistisch anmutet. Die Internationale ist eine Persiflage auf den Sozialismus, denkt man an den Inhalt der Hymne, die zum Kampf f?r Menschenrechte und zum Aufstand gegen die Unterdr?ckung der Arbeiterklasse aufruft. Dennoch bleibt es allein dem gepflegtem Herrn im Anzug vorbehalten, am Rad der kleinen Maschinerie der Arbeiterbewegung zu drehen und zugleich vorzuf?hren, was von derselben ?brig geblieben ist: ein blechernes Echo. [JS]


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