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Nadja Verena Marcin *1980, lebt in Dorsten

Die Jogginggehenmusemassnahme
2006 >> 15:15 min, Ton, Farbe

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Die Jogginggehenmusemassnahme er?ffnet mit Kameraschwenks ?ber den Hafen von Genf. Der Blick streift ?ber Szenen allt?glicher Betriebsamkeit, die allerdings in der Aufhebung ihrer Linearit?t, im rewind kurzer Sequenzen, erste Irritationen und mithin Abl?sungen von vertrauten Wahrnehmungsmustern erfahren. Abl?sungen, wie sie auch f?r die Narrationsstruktur dieser Arbeit, die sich in der Folge auf eine junge Joggerin konzentriert, pr?gend sind. Dieser Frau ? Marcin selbst ? folgt der Betrachter auf ihrem Weg, der sie vom Hafen in einen Park, ?das Labyrinth des Ged?chtnis und der kulturellen Strukturen?, f?hrt. Ebendort, gleichsam im Widerstreit zur diskursiven Etikettierung, spaltet sich eine vorrangig k?rperlich erotisch orientierte Fantasiewelt ab, stimuliert durch die Sch?nheit des Tages und den ? explizit formulierten ? Versuch, der rationalen Domestizierung von Natur diese Natur selbst entgegenzusetzen. Was die Frau auf ihrem weiteren Weg durch die Stadt und in die Nacht hinein immer tiefer in einen assoziativen Fluss von Gedanken und Fantasien f?hrt. Marcins Arbeit artikuliert den Aufbruch und den Freilauf grundlegender Bed?rfnisse des Menschen. Diese verm?gen sich, evoziert durch den Rhythmus des Lebens selbst, der wiederum im Laufen und im Pulsieren des Blutes ? zugleich Impulsgeber des Eros ? angeregt wird, aus der Hyperzivilisierung der Welt abzul?sen und eine zumindest tempor?re Gl?ckseligkeit des Ich hervorzurufen. [WAD]


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