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Matthias Meyer *1972, lebt in Hamburg

The Black Museum

2006 >> 4:52 min, Ton, Farbe

Zur?ck

Die Ausblendung, das Verschwinden und die Leere sind wiederkehrende Topoi in den Arbeiten von Matthias Meyer. Bereits in der ersten Einstellung von The Black Museum werden jene kondensiert. Der Bildauschnitt zeigt links einen an die Wand gelehnten, leeren goldenen Bilderrahmen, w?hrend an der gegen?berliegenden rechten Wand, gleichfalls in Gold gerahmt, ein komplett schwarzes Bild lehnt. Das inhaltslose Schwarz und die unendliche Leere sind Motive einer Narration, deren Gegenstand ein Museum der schwarzen Bilder ist. Als Grundlage f?r The Black Museum diente Meyer Filmmaterial aus der Dokumentation La Ville Louvre [1990] von Nicolas Philibert, die einen Blick hinter die Kulissen des ber?hmten Museums gew?hrt. Das Bildmaterial, untermalt von einem Dub-Groove des Hamburger Quartetts Halma, wurde dabei so weit bearbeitet und geschnitten, dass in jeder Einstellung s?mtliche Gem?lde durch schwarze Fl?chen ersetzt sind. Als Konsequenz sind die Handlungen der im Video auftretenden Kuratoren, Restauratoren oder Handwerker von einer an Absurdit?t grenzenden ?berh?hung gepr?gt: Da werden Details nachgezeichnet, die Exponate sorgf?ltig inspiziert, abgeglichen und liebevoll von Staub befreit. Jegliches Schaffen verliert sich, angesichts der Monotonie und Leere der schwarzen Bilder in einem Akt der Sinnlosigkeit. [HS]


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