
?ber den grauen Betonboden einer weitl?ufigen Halle sind die verschiedensten Gegenst?nde des allt?glichen Gebrauchs verteilt: ein Musikplayer etwa, eine Teekanne oder Gew?rze, ein Fernglas, Teller und Tassen, ein Faxger?t, dazwischen diverse K?chenger?te wie Mixer oder Toaster, eine Toilettenb?rste und dergleichen mehr. In ihrer Videoperformance Sans Titre balanciert St?phanie N?Duhirahe barfu? ?ber diesen halsbrecherischen Parcours, ohne dabei je den Boden zu ber?hren. Es ist ein fragiler Tanz auf den Objekten des Alltags, den die K?nstlerin hier f?r die Kamera inszeniert. Der Hallenboden wird mithin zu einem symbolischen Abgrund, an dessen Rande die Performerin sich st?ndig bewegt und abzust?rzen droht. Bei den Gegenst?nden findet sie f?r jeweils kurze Augenblicke Inseln des Halts. Die Kamera folgt ihr dabei von Station zu Station und zeigt zun?chst in Naheinstellungen nur die F??e der K?nstlerin, um sich im Verlauf der Performance immer weiter von ihr zu entfernen, bis sie schlie?lich mit ihrem ganzen K?rper im Bild erscheint und ihre Instabilit?t vollkommen zur Schau gestellt wird. In ihrer Arbeit Sans Titre zeigt St?phanie N?Duhirahe das Leben als Drahtseilakt auf dem steinigen Feld der Erde, ?ber welches wir Menschen nur unsicheren Fu?es wandern. Der artistische Akt versinnbildlicht gleichsam die Fragilit?t der Existenz auf Erden. [TR]