
Ein schwarzer Screen, aufgehellt durch schneetreibende Lichtpunkte, bereitet die B?hne f?r das Auftreten eines weder als Mensch noch Tier eindeutig zu identifizierenden Lebewesens, welches sich alsbald in wilde Tanzbewegungen ergibt. So beginnt Julia Oschatz? Video Hello Hollow, dessen formale Ausgestaltung wie fast alle Arbeiten der K?nstlerin von einer in Schwarz-Wei?-Graut?nen gezeichneten Farb-, Stimmungs- und (Ab)Handlungswelt gepr?gt ist. Die Animation katapultiert den Betrachter in ein nahezu ?berbordendes Assoziationsspektrum, welches sich jeweils f?r Momente konkretisiert ? wenn etwa die Lichtpunkte sich zum Titel der Arbeit formieren ? oder zumindest zu konkretisieren scheint ? wenn der Betrachter in dem ?Wesen? klar einen Menschen zu erkennen meint. Doch ist es ein Strukturprinzip dieser stark videocliphaft gepr?gten Arbeit, dass das Konkrete einer Lebens- oder Umweltsituation aufgehoben und in eine generelle Textur transformiert wird. Das ?Wesen? in seiner zwischen Mensch und Esel, Wolf oder Hase oszillierenden Abstraktion kann gleichsam als Versinnbildlichung dessen begriffen werden. Hello Hollow erz?hlt von Archaik, vom Hineingeworfensein dieses ?Wesens? in die Welt, von ihm als eben dieser Ausgeliefertem, als gleichsam clowneskem, fremdgesteuertem Akteur auf einer kaum rational greifbaren Gesetzen gehorchenden B?hne, in deren Hintergrund die Projektionen dieser Welt rasend schnell vorbeiziehen. [WAD]