
Kathrin Maria Wolkowicz *1981, lebt in Braunschweig
zwischen rosen
2006 >> 3:00 min, Ton, Farbe
Zwei junge M?nner f?hren in einer Turnhalle ?bungseinheiten der modernen japanischen Kampfsportkunst Aikido aus. Dazu erklingt eine melancholische Frauenstimme, die ein polnisches Kinderlied ?ber einen K?nig, eine K?nigin und ihren Pagen singt, deren Liebe zueinander in einem grausamen Schicksal m?ndet.
Bild und Ton stehen f?r den Rezipienten des Videos zwischen rosen zun?chst in keinem direkten Bezug zueinander. Doch durch die Art der Aufbereitung des Materials verkn?pft Kathrin Maria Wolkowicz in ihrer Arbeit die visuelle Ebene mit der akustischen: Einerseits untermalt der ruhige, tragende Gesang die flie?enden und ausladenden Bewegungsabl?ufe der konzentrierten K?mpfer. Andererseits entspricht die Dramaturgie der aneinander gef?gten, teilweise r?ckw?rts abgespielten und durch Schwarzblenden unterbrochenen Bildsequenzen der Narration des Liedtextes. Durch dieses Wechselspiel wird der gemeinsame inhaltliche Aspekt beider Ebenen offenbart: die inszenierte Gewalt. Diese wird letztlich durch die ?berbetonung der t?nzerisch anmutenden Bewegungen des Aikido sowie der Pointe am Ende des Kinderliedes verharmlost und entkr?ftet. Der Betrachter wird damit zum am?sierten Konsumieren verf?hrt. [JK]