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Stefan Zlamal *1980, lebt in Wien

heinrich und mary-jane
2005 >> 11:34 min, Ton, Farbe

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Dass es m?glich ist, auch in der Zweisamkeit einsam zu sein, dass auch im Dialog monologisiert werden kann, zeigt Stefan Zlamal in seiner Videoarbeit Heinrich und Mary-Jane.

Von Sarkasmus bis Melancholie reicht die Palette an Empfindungen, die das Gespr?ch der beiden Protagonisten begleiten. Der Mann und die Frau, die in der Wohnung letzterer ihre vergangene Beziehung Revue passieren lassen und dabei versuchen, ihrer gegenw?rtigen Gef?hlslage Ausdruck zu verleihen, scheinen best?ndig aneinander vorbei zu reden. Die offensichtlich gest?rte Kommunikation beruht auf dem Arrangement zweier Tonspuren unterschiedlicher Herkunft: Die Frau spricht mit der deutschen Synchronstimme von Liv Ullmann aus Ingmar Bergmans Film Szenen einer Ehe [1973], w?hrend die Worte des Mannes einer Lesung des Berliner Schriftstellers Sven Regener entstammen. Mit dem intertextuellen Verweis auf Bergman, dessen Figuren Johan und Marianne ebenfalls um eine gemeinsame Sprache k?mpfen, wird bereits das Misslingen der Kommunikation thematisiert, was durch die zweite Tonspur noch forciert wird. Die Entfremdung der einstmals Liebenden, deren Aussagen zu zitierten Phrasen verkommen, r?ckt mittels der Handkamera, die durch ihre gro?e N?he zu den Gesichtern und K?rpern eigentlich den Anspruch auf Authentizit?t erhebt, in den Bereich des Skurrilen. [JZ]


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