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CHRISTIANE DELLBRÜGGE *1961 in Moline, Illinois USA, lebt in Berlin D
Studium an der Staatliche/n Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe D

RALF DE MOLL *1961 in Saarlouis D, lebt in Berlin D
Studium an der Staatliche/n Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

Ausstellungen [Auswahl]

2007 New Harmony, Künstlerhaus Bethanien, Berlin D [S]
2006 40jahrevideokunst.de, K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen,
Düsseldorf D
2005 Artrónica III Muestra Internacional de Artes Electrónicas, Bogotá CO
2004 Berlin North, Hamburger Bahnhof, Berlin D


Heimkino

Die Arbeit Heimkino verarbeitet vier Filme [Zardoz, Westworld, Mad Max II und The Beach] als streng voneinander abgegrenzte, durch einleitende Angaben wie Filmtitel u. ä. kontextualisierte Objekte, die in ihrer sowohl hörbaren als auch durch Schrift visualisierten Sprache zu einer Sound-Bild-Collage geschnitten sind. Simultan zur Tonspur, die den Originalfilm in fragmentierter Form zusammenfasst, wird das Bildhafte durch eine Textform ersetzt, die in den weißen Lettern einer Computerschrift auf dem schwarzgrundigen Bildschirm erscheint. Die sprachlich syntaktische Architektur des Gezeigten verändert nicht nur die Rezeptionsbedingungen, sondern schafft einen neuen Raum für den Zuschauer: Heimkino ist eine kommunikative Plattform, die sich zwischen werkimmanenter Ästhetik und dem Assoziationsfeld des Zuschauers bewegt. Inhaltlich thematisieren alle Filme das Verhältnis vom Innen und Außen bedrohter und in Ungleichgewicht geratener, utopischer Welten. Das Subjekt ist darin auf der Suche nach Glück, findet, erstrebt oder verteidigt einen im weitesten Sinne paradiesischen Zustand. Die Erwartungshaltung des Zuschauers an eine private Filmvorstellung, die mit dem Werktitel assoziiert wird, die Vorstellung vom konventionellen Bedingungscharakter von Bild und Ton, weicht in Heimkino einer hör- und sehbaren Sprache, deren Bestandteile sich wahlweise durchdringen oder auch isoliert voneinander betrachtet werden können.

Dirk Hildebrandt


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