









25 Jahre Videonale sind Anlass genug, einmal zurück zu blicken, was dieses 1984 aus studentischer Initiative hervorgegangene Festival bewirkt hat. Über 400 Ein-Kanal-Videos wurden in 11 Veranstaltungen vorgestellt. Schaut man zurück, lässt sich feststellen, dass manche Künstlerinnen und Künstler 2-4 mal mit einer jeweils neuen Arbeit vertreten waren, was verdeutlicht, dass die Wertschätzung der Videonale von Anbeginn hoch war. Das Bild der vorgestellten Arbeiten hat sich jedoch verändert, was nicht zuletzt an der sich rasant entwickelnden Technik liegt. Die Werke sind sowohl technisch als auch inhaltlich komplexer und aufwändiger geworden, vielfältiger und länger. Sicherlich geschieht dies auch dank der leichter verfügbaren besseren technischen Möglichkeiten, vielleicht aber zollt diese Entwicklung auch einer komplexeren, globalisierteren Welt Tribut.
Die Videonale 12 wirft einen Blick zurück auf ihre Vorgänger. Aus den Videonalen 1-11 wurden jeweils eine Künstlerin oder ein Künstler ausgewählt, dessen bzw. deren damalige Arbeit in Hinblick auf die künstlerische Entwicklung bis heute neu betrachtet wird. Die Betrachtung der neuesten Arbeit im Vergleich kann Aufschlüsse geben, inwieweit sich Themen, Technik und formale Arbeitsweisen verändert haben, konstant geblieben sind und/oder nach wie vor in früheren Werken verankert sind.
Viele der vor 20, 25 Jahren noch weniger bekannten Künstlerinnen und Künstler, die die Videonale in ihrem stetig wachsenden Festival vorstellen konnte, sind heute international anerkannte Videokünstler. Die Videonale hat ihren Teil dazu beigetragen.
[kuratiert von Georg Elben und Susanne Hinrichs]
Videonale 1: Jean-Francis Guiton Videonale 7: Peter Land
Videonale 2: Dieter Kiessling Videonale 8: Pia Greschner
Videonale 3: Michael Smith Videonale 9: Susanne Winterling
Videonale 4: Marcel Odenbach Videonale 10: Katja Davar
Videonale 5: Dellbrügge & de Moll Videonale 11: Julia Oschatz
Videonale 6: Jan Verbeek
→ Katja Davar, *1968 in London, UK
"silence is far from an idle task", 2009, 4:27, loop
Courtesy of Galerie Iris Kadel, Karlsruhe
People Who Trash the Elevators, 2003, 1:21 min, loop
Courtesy of Galerie Iris Kadel, Karlsruhe
→ Susanne Winterling, *1971 in Rehau, D
Looking for the Nice Ones, 2000, 2:00 min, loop
Inswansworld, 2006, 4:00 min, loop
Courtesy of Daniel Reich Gallery, NYC
→ Dieter Kiessling, *1957 in Münster, D
Ecke, 2007, Video-Installation, 0:50 min
Courtesy of the artist
Fallende Scheibe, 1986, 0:45 min
Courtesy of the artist
→ Michael Smith, *1951 in Chicago, USA
Mike, 1987, 2:43 min
Famous Quotes from Art History, 2001-2003, 1:20 min
Courtesy of Ellen de Bruijne Projects, Amsterdam
→ Dellbrügge & de Moll, *1961 in Moline, USA / *1961 in Saarlouis, D
Video-Theorie I, 1992, 1:35 min
Courtesy of imai - inter media art institute, Düsseldorf
→ Peter Land, *1966 in Aarhus, DK
Step Ladder Blues, 1995, 6:50 min
The Lake, 2000, 10:30 min
Courtesy of Galleri Nicolai Wallner, Kopenhagen
→ Pia Greschner, *1967 in Kassel, D
Paradise Island, 1998, 1:00 min
Courtesy of the artist
→ Julia Oschatz, *1970 in Darmstadt, D
Hello Hollow, 2005, 4:23 min
Hermitage, Heritage, 2007, 16:03 min
Courtesy of Galerie Anita Beckers, Frankfurt
→ Jean- François Guiton, * 1953 in Paris, F
La t?che, 1985, 7:00 min
ab?c?daire, 2006, 32:00 min
Courtesy of the artist
→ Marcel Odenbach, *1953 in Köln, D
Stehen ist Nichtumfallen, 1989, 5:00 min
Courtesy of 235 Media, Köln und Galerie Stampa, Basel
Deutschstunde, 2006, 7:00 min
Courtesy of Galerie Crone, Berlin und Galerie Stampa, Basel
→ Jan Verbeek, *1966 in Bonn, D
Local Ride, 1994, 2:12 min
On Wednesday Night in Tokyo, 2004, 5:35 min
Courtesy of the artist und imai - inter media art institute, Düsseldorf