

Dieter Kiessling "Fallende Scheibe", 1986, 0:45 min
Mittwoch, 02. Juni 2010, 19 - 21 Uhr: Elektronenströme. Ein Abend mit dem Videokünstler und Mainzer Hochschulprofessor Dieter Kiessling. Auditorium des Kunstmuseum Bonn. Eintritt frei!
Mittwoch, 19. Mai 2010, 19 - 21 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn. Eintritt frei!
Die Videokünstlerin Natacha Nisic (Frankreich) im Gespräch mit Doris Krystof

Natacha Nisic, Catalogue de gestes, 1994, still images
Mittwoch, 14. April, 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn.
Ein Abend mit Manon de Boer (Belgien)
Preisträgerin des Videonalepreises 2009 zur Videonale 12.
Attica, 2008, 16 mm film, black and white, mono sound, 10 min.
Mittwoch, 03. März, 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn.
Über das Verhältnis von Klang und Bild im künstlerischen Werk von Freya Hattenberger und Peter C. Simon.
Anhand der Präsentation von ausgewählten Arbeiten werden Freya Hattenberger und Peter C. Simon einen Einblick in ihrem Umgang mit Bild und Ton geben. Gemeinsamkeiten und Gegensätze werden im Publikumsgespräch erörtert. Trotz ihrer unterschiedlichen Arbeits- und Herangehensweise verbindet beide Künstler der Einsatz des Mediums Video als künstlerische Aussage.
"Electric Blue...Waiting for the gift of sound and vision" (David Bowie).
http://www.myspace.com/<wbr></wbr>leseclairs
69, 06:05 min, 2008
69
Das Video 69 ist ein Rausch. In Anspielung auf die Symbolik der Ziffer 69, die, egal wie herum man sie dreht, dieselbe Zahl ergibt und sich gegenseitig "umkreist", dreht sich die Videoarbeit ebenfalls um sich selbst.
Psychedelisch - halluzinatorische Bildwelten entfalten sich im Aufnahmefenster einer Videoschnittsoftware, während die Kamera eben jenes rückgekoppelte Signal im selben Augenblick aufzeichnet. Die Videoarbeit "69" wird so zum Dokument dieses "Trips" und liefert damit auch gleich den Beweis, dass digitales Bildsignal doch nicht "rauschfrei" ist.
Dabei kann man sich der hypnotischen Sogwirkung von "69" nicht entziehen und gerät unweigerlich in den Strudel der Bilder. In tunnelartigen Treppenläufen führen sie zunächst scheinbar endlos und labyrinthisch wie Piranesische Unterwelten tief in den Rechner.
Unterstützt von den schwebenden Klängen der Musik und den Geräuschen, die alle Originalgeräusche aus F.F. Coppolas "Apocalypse Now" sind, entstehen neue Bilder vor dem inneren Auge. Dieses ist gerötet. Die Kamera zeichnet es auf. 1969. Der Vietnamkrieg ist im vollen Gange, der erste Mensch verlässt diesen Planeten und wandert auf dem Mond umher und ich erblicke das Licht der Welt. Unbekanntes Projekt 1/ Effekte - Werkzeuge - Fenster - Hilfe / VTR OK.
Steelskin, 05:00 min, 2006
Steelskin
Das Video Steel Skin besteht aus animierten schwarz/weiß Fotografien und Musik. Der Fokus jedoch liegt klar im Blick auf den Körper, von dem eine gewisse Bedrohlichkeit ausgeht. Reglose Gliedmaßen und zusammengesetzte Torsi fließen an der Kamera vorbei und erinnern so an die Stimmmung von Monsterfilmen aus den 20 er Jahren. Die Wahrnehmung wird auf die Probe gestellt.
PRETTY GIRL, Videoperformance / Installation, 02:40 min, 2008
pretty girl
In der Installation "pretty girl" geht es um Machtverhältnisse und Rollenverständnisse, die sich oft in Geschlechterklischees spiegeln.
Anweisungen, sich in einer bestimmten Art und Weise vor der Kamera zu verhalten und die sich an das "pretty girl" richten, werden durch die Inszenierung in einem Schaufenster bewusst gebrochen. Die Stimme dient hier nicht länger als Indikator für eine bestimmte Person, sondern wird aufgelöst um ein Spiel der Identitäten in Gang zu setzen.
Imitation als Grundmuster von (menschlichem) Verhalten wird einem autonomen Selbstbegriff gegenüber gestellt - im Austausch mit den Passanten auf der Strasse, die als Akteure ebenfalls im Video miteinbezogen sind.
Der stumme Text läuft als Projektion synchron zur Bildebene auf dem Monitor, dessen Ton durch den Ausstellungsraum entfernt zu hören ist. Die Textebene wird in einer Black Box-Situation als Projektion präsentiert, die Performance läuft auf einem Monitor. Bild und Ton sind durch den Ausstellungsraum zur gleichen Zeit getrennt und verbunden, wie ein psychologisches Programm des Unterbewussten.
SIRENE, Videoperformance, 03:30 min, 2006
sirene
Die Kamera zeigt mich in Aktion mit einem Mikrophon, welches auf einem Stativ vor mir steht. Es ist an eine Lautsprecher-Anlage angeschlossen, also "online". Immer wieder wird es von meinen Lippen berührt. Diese Geste provoziert erotische Vorstellungen - doch die sinnlichen Reize des Bildes stehen im krassen Gegensatz zum akustischen Erleben des Videos, denn jedes Mal, wenn ich das Mikrophon in den Mund nehme, erklingt das Feedback der Raumfrequenz in meinem Mund.
W?hrend der Performance moduliere ich mit meinem Mundraum den Klang des hohen, schrillen Klirrens. Anfänglich als Fremdkörper irritierend, stellt sich allmählich ein Zusammenhang zwischen Bild- und Tonebene her. Klang und der Einsatz von Stimme als Indikatoren sind Schlüsselelemente von "sirene". Der Körper als Kommunikator und Medium der künstlerischen Auseinandersetzung bleibt mit technischen Prozessen wie Feedback und Verzerrung verbunden.
Sonja Feldmeier, In Your Room, 4' 11", 2008
Mittwoch, 03. Februar, 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn. Eintritt frei!
Chantal Molleur, VIDEOART.CH - Büro für Videokunstangelegenheiten / office for videoart, präsentiert Videokunst aus der Schweiz.
videoart.ch päsentiert
einen Überblick über die videoart.ch. Plattform anhand von zehn Videoarbeiten, welche die verschiedenen Interessen und Genres von Schweizer Videokünstlern verdeutlichen. Wir freuen uns, Werke der folgenden Künstler zeigen zu können: Alexander Hahn, Katja Schenker, Muda Mathis and Sus Zwick, Susanne Hofer, Yves Netzhammer, Roman Signer, Sonja Feldmeier, Christoph Rütimann, Max Philipp Schmid und Rudolf Steiner. Diese Carte blanche ist der Auftakt zu einer ganze Reihe von Abenden, die Einkanal Videoarbeiten aus der Schweiz in Museen in der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein präsentieren werden. Unsere Sammlung, die 2003 von videocompany.ch gegründet worden ist, umfasst mehr als 185 Titel; darunter Essays, Videokunst, Fiktion und Animation. videoart.ch unterstützt die Distribution von unlimitierten Einkanal Videoarbeiten von Schweizer Künstlern. Unsere Videoarbeiten sind darüber hinaus sowohl zum Verleih als auch Verkauf an Individuen und Institutionen erhältlich.
Alexander Hahn, Capturing Natural Sounds in the Age of the Vintage 78 Re-cord and Other thoughts on Traveling between different Re-alities, 6´, 2005
Programm:
Alexander Hahn, Capturing Natural Sounds in the Age of the Vintage 78 Re-cord and Other thoughts on Traveling between different Re-alities, 6´, 2005
Katja Schenker, envers, 7' 40", 2000
Muda Mathis & Sus Zwick, Vermeintlichkeit und Zufall, 6', 2004
Susanne Hofer, The Last of its kind, 2' 17", 2007
Yves Netzhammer, Die M?glichkeit nicht mehr haben, sich weniger ähnlich zu sein, 12' 27", 2003
PAUSE
Roman Signer, Aktion vor der Orangerie, 6', 1987
Sonja Feldmeier, In Your Room, 4' 11", 2008
Christoph Rütimann, Handlauf Kürbis, 2'30", 2004/2005
Max Philipp Schmid, Der Imitator, 6' 49", 2007
Rudolf Steiner, Skeet und Trap, 6' 48", 2001-2009
Mit freundlicher Unterstützung von:

Mittwoch, 13. Januar, 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn.
Dr. Hans-Michael Herzog, Chief Curator/General Manager der Daros Latinamerica AG, stellt die Videokunstsammlung der Daros Latinamerica AG vor.
Línea del destino, 2006
Single channel video 1:59 min, b/w, silent
Daros Latinamerica Collection, Zürich. Video Still: Zoé Tempest, Zürich
FOR YOU
Ausgehend von der Ausstellung for you/para usted in den Räumlichkeiten der Daros AG in Zürich im vergangenen Jahr wird Dr. Hans Michael Herzog die Videokunstsammlung der Daros Latinamerica vorstellen. Alle Werke stammen aus den vergangenen zwölf Jahren. Die Künstlerinnen und Künstler sind zwischen 33- und 73-jährig und kommen aus Mexiko, Kuba, Brasilien, Panama, Kolumbien, Guatemala, Chile, Argentinien, Costa Rica, Uruguay und Venezuela. In Anbetracht der zeitlich begrenzten Situation können natürlich nicht alle Videoarbeiten aus der Daros Latinamerica Sammlung berücksichtigt werden, auch wird kein enzyklopädischer Überblick über die Video-Produktion Lateinamerikas gegeben, doch soll der Vortrag einen repräsentativen Einblick in die Aktualität des zeitgenössischen Schaffens auf diesem Gebiet vermitteln.
Wir präsentieren konsistente Videoarbeiten, die allgemeingültig und -verständlich, qualitätvoll und originell sind und eine klare innere Dramaturgie aufweisen. Technisch reicht das Spektrum von vermeintlich "primitiven" Aufnahmeverfahren bis zu höchst komplexen Produktionsniveaus. Von der reinen Dokumentation von Performances über Comic und Reklame bis hin zur filmisch ausgereiften Erzählung finden sich alle erdenklichen, individuell geprägten Genres und Ikonografien. Sie erzählen von Alltäglichem, Sozialem, Politischem, Philosophischem, Neurotischem, Gewalttätigem, Sinnlichem, sind metaphorisch, selbstreflexiv, provokant, absurd, drastisch, ironisch, poetisch und vieles mehr - Bilder, die nicht nur selbst bewegt sind, sondern auch uns bewegen. Die Daros Latinamerica Sammlung zeitgenössischer Kunst aus Lateinamerika hat Niederlassungen in Zürich und neuerdings auch in Rio de Janeiro, das Casa Daros. Die Ausstellungsflächen in Zürich bieten regelmäßig Ausstellung aus dem Sammlungsbestand, begleitet von einem Vermittlungs- und Rahmenprogramm.
Liliana Porter
For You/Para Usted, 1999
Single channel video
Daros Latinamerica Collection, Zürich. Video Still: Zoé Tempest, Zürich 15:48 min, color, sound