VIDEONALE.17 – Call for Entries: REFRACTED REALITIES

Die Ausschreibung für die VIDEONALE.17 ist jetzt geöffnet!

 

Die 17. Ausgabe der Videonale findet vom 21. Februar bis 14. April 2019 im Kunstmuseum Bonn statt.

 

Die Videonale lädt Künstler*innen weltweit ein, ihre Werke für den Wettbewerb der VIDEONALE.17 – Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen zum Thema „REFRACTED REALITIES (Gebrochene Wirklichkeiten)“ einzusenden. Die von einer internationalen Jury ausgewählten Werke werden in der Ausstellung im Kunstmuseum Bonn zu sehen sein. Die Arbeiten werden in der Ausstellung als Einzelpräsentationen gezeigt. Die Eröffnung der Ausstellung wird begleitet durch ein umfangreiches viertägiges Festivalprogramm mit Panels,  Vorträgen, Künstlergesprächen, Performances, Workshops und Masterclasses.

 

Unter allen für die Ausstellung ausgewählten Arbeiten wird der mit 5.000 Euro dotierte Videonale Preis der fluentum collection vergeben.

 

DEADLINE: 30. JUNI 2018

 

Alle Informationen unter: v17.videonale.org

 

THEMA
In der Optik bezeichnet „Refraktion“ die Brechung von Lichtwellen, im Sinne einer graduellen Ablenkung, in dem Moment, in dem die Welle von einem Medium auf ein anderes Medium übergeht. Durch die Brechung verändert sich die Richtung der Welle und damit die Wahrnehmung dessen, was durch das Licht sichtbar gemacht wird. Die optische Ablenkung fordert uns somit auf, unseren Blick immer wieder zu korrigieren, Ausgangs- und Endpunkt unserer Wahrnehmung mit der Realität abzugleichen und das Objekt der Anschauung klar zu fokussieren.

 

Refraktion im übertragenen Sinne meint ein kritisches Reflektieren über die Mittel und Wege der Sichtbarmachung und folglich die Option einer Reartikulation unserer Sicht auf die Dinge, wie sie sind, waren oder vermeintlich immer schon gewesen sind. Das technische Medium der Kameralinse, das sich regelmäßig zwischen uns und unsere Wahrnehmung schaltet, nimmt in diesem Kontext eine besondere Rolle ein, als es den Grad der Refraktion entscheidend beeinflusst. Es vermag, die Wellen in eine Richtung zu bündeln oder aber sie abzulenken und neu auszurichten. Es kann der alten Erzählung neue Bilder hinzufügen oder eine neue Erzählung mit neuen Bildern etablieren.

Welche Möglichkeiten haben die Medien im Allgemeinen und die künstlerischen Medien im Besonderen, um sich kritisch mit der eigenen Dominanz auseinanderzusetzen? Welche künstlerischen Strategien werden aktuell entwickelt, um alternative Blicke zu ermöglichen und neue Perspektiven zu integrieren? Welche Bildsprachen bieten sich hierfür an?

 

Wir suchen Arbeiten, die sich kritisch und spekulativ, produktiv und destruktiv, paradox und disruptiv mit der Sprache des technischen Mediums selbst, wie mit den politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Erzählungen, die es fokussiert, auseinandersetzen. Wir suchen Arbeiten, die alternative Lesarten zu dominanten Kategorisierungen entwickeln und einladen, den Gegenstand ihrer Betrachtung neu oder anders in den Blick zu nehmen. 

 

„Sichtbarkeit ist nicht Transparenz. Vielmehr, so argumentieren wir hier, ist Sichtbarkeit selbst ein Anspruch, der mit Bedacht untersucht werden muss: Indem wir erkennen, was gesehen wird und was neu gesehen wird, müssen wir genauso dem gegenüber wachsam sein, was nicht oder nicht mehr gesehen wird.“ 
(aus: Paula A. Treichler, Lisa Cartwright, Constance Penley, „Introduction: Paradoxes of Visibility“. In: Dies. (Hg.), The Visible Woman. Imaging Technologies, Gender, and Science. New York und London 1998, S. 3)

 

REGELN
Zum Wettbewerb eingeladen sind Künstler*innen jeglicher Nationalität und jeglichen Alters mit Arbeiten aus den Bereichen Einkanal- und Mehrkanalvideo, Videoinstallation/-skulptur, Virtual Reality und Performance. Es gibt keine Einschränkung in Bezug auf die Dauer der eingesandten Arbeit. Die eingesandte Arbeit darf jedoch nicht älter als zwei Jahre sein (entstanden nach dem 1.1.2016). Pro Künstler*in ist nur eine Einsendung zugelassen. 

 

MEDIEN
Der Wettbewerb der VIDEONALE.17 ist offen für künstlerisch-experimentelle Arbeiten aus den Bereichen
-Einkanal- und Mehrkanalvideo
-Videoinstallation/-skulptur
-Virtual Reality
-Performance

 

EINREICHGEBÜHR
Es wird eine Bearbeitungsgebühr für die Einreichung erhoben (zahlbar im Rahmen des Anmeldeprozesses via Paypal)
bis 31. Mai 2018: 15 Euro
ab 1. Juni 2018: 20 Euro
ab 15. Juni 2018: 25 Euro

 

VIDEONALE ON TOUR
Im Anschluss an die Ausstellung im Kunstmuseum Bonn werden die Arbeiten der VIDEONALE.17 in weiteren internationalen Institutionen gezeigt. Arbeiten vergangener VIDEONALEN waren u.a. im Central House of Artists, Moskau / Russland, National Taiwan Museum of Fine Arts in Taichung / Taiwan, Insa Art Space, Seoul / Korea, Nationalgalerie von Bosnien-Herzegowina / Sarajewo, MONA Inner Spaces, Poznan / Polen, ArtVilnius, Vilnius / Litauen, CCA/Freedom Park, Lagos / Nigeria zu sehen.

 

DIE VIDEONALE
Die Videonale, 1984 in Bonn gegründet, ist die internationale Plattform für Video und zeitbasierte Kunstformen. Mit einer Ausstellung aus den Einsendungen zum Wettbewerb und einem Festivalprogramm bildet sie seit inzwischen über 30 Jahren neueste Entwicklungen im Bereich des bewegten Bildes und der zeitbasierten Künste ab. Der Fokus liegt dabei auf jungen internationalen künstlerischen Positionen, flankiert durch etablierte Vertreter*innen der Bewegtbildkunst. Zu Ausstellung und Festivalprogramm erwartet die Videonale regelmäßig nationales und internationales Fachpublikum und bietet an den vier auf die Eröffnung folgenden Festivaltagen eine Plattform für einen intensiven Austausch zum Thema Bewegtbild und zeitbasierte Kunst.

 

 

Die VIDEONALE.17 wird gefördert von (Stand März 2018)  

        

 

Der Videonale Preis wird unterstützt von         

 


 

 

Preferred Logistics Partner

 

KONTAKT
Videonale e.V.
c/o Kunstmuseum Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn
T +49-(0)228-69 28 18
accreditation@videonale.org
www.videonale.org
v17.videonale.org