VIDEONALE.17 – REFRACTED REALITIES

21. Februar – 14. April 2019

In der Ausstellung der VIDEONALE.17 – Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen unter dem thematischen Fokus REFRACTED REALITIES (Gebrochene Wirklichkeiten) werden insgesamt 29 künstlerische Positionen präsentiert, die aus über 1.100 Einsendungen aus 66 Ländern von einer internationalen Jury ausgewählt wurden.

 

Mit „Refraktion" wird die Brechung von Lichtwellen bezeichnet, wenn Licht von einem Medium auf ein anderes übergeht: Durch die Brechung verändert sich die Wahrnehmung dessen, was durch das Licht sichtbar gemacht wird. Das Wissen um das Phänomen der Refraktion fordert uns auf, Ausgangs- und Endpunkt unserer Wahrnehmung mit der Realität abzugleichen, unseren Blick zu korrigieren und das Objekt der Anschauung klar zu fokussieren. „Refraktion" im übertragenen Sinne meint also ein kritisches Reflektieren über die Mittel und Wege der Sichtbarmachung und folglich die Option einer Reartikulation unserer Sicht auf die Dinge, wie sie sind, waren oder vermeintlich immer schon gewesen sind.

 

In dem Bewusstsein einer immer komplexeren und widersprüchlicheren Verfasstheit von Wirklichkeit, die sich darüber hinaus immer weniger durch Einschluss von, sondern immer mehr durch Abgrenzung zu anderen Realitätskonzepten definiert, entstand das Thema der diesjährigen Videonale - REFRACTED REALITIES.

 

Künstler*innen der VIDEONALE.17:
Monira Al Qadiri, Eric Baudelaire, Zanny Begg & Oliver Ressler, Mareike Bernien & Alex Gerbaulet, Andreas Bunte, Shu Lea Cheang, Marianna Christofides, Chto Delat, Mike Crane, Saara Ekström, Nina Fischer & Maroan el Sani, Mahdi Fleifel, Johan Grimonprez, Laura Huertas Millán, Su Hui-Yu, Sohrab Hura, Adam Kaplan & Gilad Baram, Stéphanie Lagarde, Maryna Makarenko, Deimantas Narkevičius, Stefan Panhans, Laure Prouvost, Morgan Quaintance, Maryam Tafakory, Eva van Tongeren, Tris Vonna-Michell, Clemens von Wedemeyer, Andrew Norman Wilson, Tobias Zielony

 

Eröffnung: 20. Februar, 20 Uhr, Kunstmuseum Bonn