Pressetext März 2011

Das Festivalprogramm vom 15. bis 16. April 2011 im Auditorium des Kunstmuseum Bonn

Eines der ältesten Videokunstfestivals der Welt öffnet am 14. April 2011 im Kunstmuseum Bonn erneut seine Pforten. Auch die dreizehnte Ausgabe der Videonale wird durch ein umfangreiches Festivalprogramm begleitet.

 

Am Freitag, 15. April und Samstag, 16. April werden aktuelle Themen in Künstlergesprächen, Filmprogrammen und Vorträgen erörtert. Die beiden Vormittage sind Fragestellungen aus den Bereichen Konservierung, Präsentation und Urheberrecht gewidmet. Der Freitagnachmittag ist dem Thema „Dokumentarismen in der Videokunst“ vorbehalten, während am Samstagnachmittag die „Bilder des Urbanen“ im Mittelpunkt stehen. Beide Themen spiegeln sich nicht nur in der diesjährigen Ausstellung der Videonale wider, sondern stehen zudem für eine wieder verstärkt inhaltliche Ausrichtung aktueller Videokunst.

 

Top-Thema Freitag 14.00 - 15.00 Uhr:
„Die Aneignung der Wirklichkeit – Dokumentarische Strategien in Film und Videokunst“ – Vortrag mit Filmbeispielen von Florian Wüst

 

Florian Wüst, Künstler und Filmkurator aus Berlin, geht anhand ausgewählter Filmbeispiele der Frage nach, wie sich die Tendenz zum Dokumentarismus in der Videokunst im Hinblick auf den Wandel filmischer Praxis beschreiben lässt. Florian Wüst: „Dokumentarische und künstlerische Praktiken haben sich in der Geschichte des Films immer wieder überlagert und gegenseitig beeinflusst. Diese Begegnung unterschiedlicher Ansprüche von Subjektivität und Objektivität resultiert nicht selten in der kritischen Hinterfragung der bilderzeugenden Verfahren selbst. Hierfür scheint weniger das Bild an sich und der Grad seiner Fiktionalität von Bedeutung, als vielmehr der Prozess der Aneignung des Realen und die damit verbundene Verantwortung des ‚Autors’.“

 

Top-Thema Samstag 16.00 - 17.30 Uhr:
Filmprogramm „The Triggering Town“

 

Videoscreening, zusammengestellt von Kathrin Becker (n.b.k., Berlin), mit ausgewählten Werken aus dem n.b.k. Video-Forum, Berlin. Mit Arbeiten von KP Brehmer (D), Michel de Broin (CA/D), Antje Engelmann (D), Samira Eskandarfar (IR), Niklas Goldbach (D), Hiroharu Mori (JP), Larissa Sansour (PS/UK).

 

„The Triggering Town“ nimmt den Begriff der Urbanität als Ausgangspunkt für ein thematisches Screening, das sich in drei Sektionen gliedert: Die Arbeiten der ersten Sektion nehmen den urbanen Raum als Ausgangspunkt für die Inszenierung von Aktionen und Performances, die im Medium Video dokumentiert sind. Die zweite Sektion widmet sich dem Phänomen des „ländlichen“ Raums bzw. des Raums von Grenzgebieten und thematisiert die damit verbundenen Lebensrealitäten. Die dritte Sektion kombiniert eine implizierte Velozität der Großstadt mit dem Zustand der Entfremdung und des Identitätsverlusts.

 

Das Festivalprogramm in der Übersicht:

 

Freitag, 15. April 2011

 

11.00 - 12.00 Uhr
„Videokunst erhalten – Dokumentation, Digitalisierung & Archivierung“
Vortrag von Agathe Jarczyk (Konservatorin, Atelier für Videokonservierung, Bern)

 

12.15 - 13.15 Uhr
„Videokunst – Verbotene Kunst? Die Videokunst zwischen Kunstfreiheit und Schutz des geistigen Eigentums“
Vortrag von Ama Walton (Rechtsanwältin, München)

 

13.15 - 14.00 Uhr
Pause

 

Themenkomplex: DOKUMENTARISMEN IN DER VIDEOKUNST

 

14.00 - 15.00 Uhr
„Die Aneignung der Wirklichkeit – Dokumentarische Strategien in Film und Videokunst“
Vortrag mit Filmbeispielen von Florian Wüst (Künstler und Filmkurator, Berlin)

 

15.15 - 16.00 Uhr
„Das dokumentarische Subjekt – Der Wille zum Zweifel“
Vortrag und Diskussion von und mit Ascan Breuer (Filmemacher, Köln/Wien; Künstler der Videonale 13)

 

16.00 - 16.30 Uhr
Pause

 

16.30 - 18.00 Uhr
Künstlergespräch „Dokumentarismen in der Videokunst“
mit den Videonale 13-Künstlern Ascan Breuer (D/A), Gonzalo Rodriguez (CL/D), Nurit Sharett (Israel)
Moderation: Julia Draganovic (Kuratorin, Bologna)

 

18.15 - 20.00 Uhr
„Filmische Reflexionen zum Dokument“
Ein Filmprogramm zusammengestellt von Marc Glöde mit Filmen von Chen Chieh-Jen (TW), NUG (S), Clemens von Wedemeyer (D), Alexandra Weltz (D), Florian Zeyfang (D)

Samstag, 16. April 2011

 

10.30 - 11.15 Uhr
„Das Medium ohne Eigenschaften – Videokunst in der Kritik“
Vortrag von Jennifer Allen (Kritikerin, Chefredakteurin frieze D/E)

 

11.30 - 12.15 Uhr
„Programming video & film in different contexts“
Vortrag von Emilio Alvarez (Direktor galeria dels angels, Mitbegründer der Videokunstmesse LOOP Barcelona)

 

12.00 - 12.30 Uhr
VIDEONALE LOUNGE: Künstlergespräch mit Videonale 13-Künstler
Moderation: Marc Glöde

 

12.30 - 13.15 Uhr
“Should the future help the past?”
Vortrag von François Michaud (Kurator Musée d’Art Moderne Paris)


13.15 - 14.00 Uhr
Pause

 

14.00 - 14.30 Uhr
VIDEONALE LOUNGE: Künstlergespräch mit Reynold Reynolds
Moderation: Julia Draganovic


Themenkomplex: BILDER DES URBANEN

 

15.00 - 16.00 Uhr
Künstlergespräch zum Thema „Bilder des Urbanen“
mit den Videonale 13-Künstlern Melanie Manchot (UK/D) und Meggie Schneider (D)
Moderation: Kathrin Becker (n.b.k., Berlin)

 

16.00 - 17.30 Uhr
„The Triggering Town“
Videoscreening, zusammengestellt von Kathrin Becker (n.b.k., Berlin), mit ausgewählten Werken aus dem n.b.k. Video-Forum, Berlin. Mit Arbeiten von KP Brehmer (D), Michel de Broin (CA/D), Antje Engelmann (D), Samira Eskandarfar (IR), Niklas Goldbach (D), Hiroharu Mori (JP), Larissa Sansour (PS/UK).

 

Das komplette Festivalprogramm des Videonale 13-Festivals mit weiterführenden Texten zu allen Veranstaltungen kann unter www.videonale.org eingesehen werden.

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Kunstvermittlungsprojekte der Videonale 13

 

DIE AUSERWÄHLTEN 2.0 – GenerationenArchivVideonale
Seit März 2011 führt die Videonale das Kunstvermittlungsprojekt DIE AUSERWÄHLTEN 2.0 – GenerationenArchivVideonale mit SchülerInnen der 9. Klasse der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Bonn-Tannenbusch durch. Gemeinsam mit den Vermittlerinnen Annette Ziegert und Lale Nalpantoglu entdecken die Jugendlichen ausgewählte Videoarbeiten der Videonale 13 sowie Arbeiten aus dem Videonale-Archiv zum Thema „Identität und Selbstinszenierung“.

 

DIE AUSERWÄHLTEN 2.0 – GenerationenArchivVideonale wird gefördert von der RheinEnergieStiftung Kultur.

 

wel-t-räumen
wel-t-räumen ist ein Raumforschungsprojekt mit deutschen und polnischen Jugendlichen. Das Künstlerkollektiv Mühlenkampf untersucht zusammen mit den Jugendlichen die Idee der Weltgestaltung ausgehend von Videokunst. Es werden persönliche Räume, Kunst-/Ausstellungsräume und deren (urbane) Umräume in die Forschung einbezogen. Gemeinsame Lektüre, Raum-Körper Übungen und situative Datenerhebung lassen eigene Visionen durch selbstgefilmte Videos, Zeichnungen etc. entstehen und vermitteln Formgebungen, die nationalstaatliche kulturelle Nachbarschaften und unsere Gäste in Dialog treten lassen.

 

www.muehlenkampf.de

 

Ausführliche Informationen zu den Kunstvermittlungsprojekten unter www.videonale.org

KONTAKT
Videonale e.V. im Kunstmuseum Bonn
Tasja Langenbach
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn
Tel. 0049 228 69 28 18
Fax 0049 228 90 85 817
info@videonale.org
www.videonale.org

 

PRESSEKONTAKT und FOTOBESTELLUNG
TELEVISOR TROIKA GmbH
Tamara Hölscher und Michael P. Aust
Trajanstr. 27
50678 Köln
fon 0049 221 931844 0
fax 0049 221 931844 9
presse@videonale.org
www.televisor.de

Videonale e.V. im Kunstmuseum Bonn

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