Juni 2011

Roman Signer “Ich würde gern in Zeitlupe sehen können”, Vortrag von Annelie Pohlen

Über die Rolle von Film und Video im Werk von Roman Signer
Versuch einer Annäherung von Annelie Pohlen

 

Mittwoch, 29. Juni 2011

 

Wer auf Roman Signers Homepage im Index 'Porträt' anklickt, findet statt des gemeinhin zu erwartenden Lichtbildes einen Text von Rachel Withers. Der Titel verweist auf den Traum eines Künstlers, der sich selbst als Bildhauer versteht. "Man hat Signers Werken mit dem Etikett „Zeitskulptur“ versehen. Das Anliegen, das sie mit der traditionellen Skulptur teilen, ist die handwerkliche Gestaltung physischer Materialien in drei Dimensionen; doch sie erweitern dieses Anliegen zu dem, was man als die vierte Dimension bezeichnen könnte oder auch nicht, die Dimension der Zeit. Zeitskulptur untersucht die Verwandlung der Materialien durch die Zeit..." Der wiederholte Nachdruck dieses "Porträts" in Katalogen dient dem 1938 in Appenzell geborenen, seit 1972 in St. Gallen lebenden Künstler seit 2007 gewissermaßen als Medikament zur Vorbeugung gegen alle mögliche Etikettierungen seines Werkes.


In seinen von frappierend spielerischer Lust am Experiment geprägten Kombinationen von dreidimensionalen Objekten, Live-Aktionen, Fotografie und Film spielen die zeitbasierten Medien die ihnen angemessene Rolle. Sie halten Versuchsanordnungen 'fest', die den Gesetzmäßigkeiten von Energie im kleinen Alltag und großen Universum auf der Spur sind, ohne dem Traum von der umfassenden Erkenntnis doch je Genüge zu leisten. Was zunächst als 'Werkzeug' zur Dokumentation flüchtiger Ereignisse dient, entwickelt der international renommierte Künstler seit den 70er Jahren - zusammen mit Aleksandra Signer - zu einem seine Imagination von Zeitskulptur konsequent erweiternden, umfangreichen Werkkomplex.
Im Zentrum dieses Vortrages steht eine mit dem Künstler abgestimmte konzentrierte Auswahl von Super 8 und Video-Filmen, deren "verblüffende Unmittelbarkeit und poetische Anschaulichkeit" (Rachel Withers) elementare Fragestellungen zu Kunst und Leben jenseits aller verbalen Etikettierung beleuchten.

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