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Videonale 13 ANMELDUNG

Ab sofort können Sie sich über das Anmeldeformular im Internet anmelden (dt. hier/ english version here), um Ihre Arbeit postalisch einzureichen.

BITTE BEACHTEN SIE: ES KANN NUR EINE ARBEIT PRO KÜNSTLER EINGEREICHT WERDEN


Falls Probleme bei der Anmeldung auftreten sollten, kontaktieren Sie uns unter einsendungen@no-spam.videonale.org.

Die Deadline für die Einsendung ist der 20. September!

Die Videonale 13 wird vom 14.04.-29.05.2011 stattfinden. 

Anmeldung über reelport.com

Ab sofort können Sie ihre Arbeit auch online über reelport einreichen:

reelport

VIDEONALE 13 CALL FOR ENTRIES

"Ein Ort für Entdeckungen", so das Magazin art über die VIDEONALE, das deutsche Festival für zeitgenössische Videokunst. Vom 14. April bis zum 29. Mai 2011 findet die 13. VIDEONALE im Kunstmuseum Bonn statt. Ab sofort sind wieder alle Künstler eingeladen, sich mit einer in den vergangenen zwei Jahren entstandenen Videoarbeit für die VIDEONALE 13 zu bewerben. Erstmalig werden dieses Jahr auch Mehrkanalarbeiten zugelassen. 

Im Jahr 1984 gegründet, zählt die im zweijährigen Turnus stattfindende VIDEONALE heute zu einem der ältesten Festivals für Videokunst in Deutschland und Europa. Neben der Qualität der präsentierten Arbeiten hat sich die VIDEONALE besonders durch die Entwicklung neuester Formen der Präsentation von Videokunst einen Namen gemacht. Auch für die VIDEONALE 13 wird ein Team aus Architekten und Designern eine technisch wie gestalterisch innovative Ausstellungsarchitektur entwickeln, um den Bedürfnissen der Rezeption von Medienkunst Rechnung zu tragen.

Für die 13. VIDEONALE werden etwa 40 Arbeiten von einer international besetzten Experten-Jury ausgewählt und in der sechswöchigen Ausstellung in Bonn präsentiert. Eröffnet wird die VIDEONALE 13 mit einem viertägigen Festival mit umfangreichem Rahmenprogramm. In der zweiten Jahreshälfte werden die Arbeiten der VIDEONALE 13 als VIDEONALE ON TOUR in weiteren internationalen Institutionen gezeigt. Arbeiten der VIDEONALE 12 waren auf der Videokunstmesse LOOP Barcelona/Spanien, im Museum of Modern Art in Glasgow/Schottland, auf dem INVIDEO Festivals in Mailand/Italien, im Bayerischen Haus in Odessa/Ukraine, an mehreren Orten in Taipei/Taiwan und in der Nationalgalerie Bosnien Herzegowinas in Sarajevo/Bosnien Herzegowina zu sehen.

Das einzusendende Material unterliegt keiner thematischen Beschränkung, darf jedoch nicht älter als zwei Jahre sein (d.h. ab Januar 2008).

Die in der Ausstellung präsentierten Videos nehmen automatisch an dem Wettbewerb um den VIDEONALE-PREIS teil, der von einer internationalen Preis-Jury vergeben wird.

Bewerbungsschluss ist der 20. September 2010. Alle Informationen und Anmeldeformulare unter www.videonale.org oder direkt hier: deutsch/english.

Kontakt:

VIDEONALE e.V. im Kunstmuseum Bonn

Friedrich-Ebert-Allee 2

53113 Bonn

0228-692818

einsendungen@no-spam.videonale.org

www.videonale.org

 

 

Elektronenströme

 

The First Nation on Mars, 2008 © Nala Atmowiloto

Mittwoch, 08. September 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn. Elektronenströme.
Künstlerinitiativen und die Videokunstszene in Indonesien. Ein Vortrag von Katerina Valdivia Bruch
Eintritt frei!

Seit Ende der Achtziger spielt das Medium Video eine Rolle in der zeitgenössischen Kunst Indonesiens. Die Pioniere Krisna Murti, Teguh Ostentrik und Heri Dono experimentierten damals mit Video, um das kreative Spektrum ihrer multidisziplinären Installationen zu erweitern. Allerdings ist der Gebrauch von Video kein Ergebnis einer künstlerischen Praxis, vielmehr handelt es sich um eine kritische Auseinandersetzung mit der Unterhaltungs- und vor allem mit der Fernsehindustrie.
Während Suhartos Diktatur (1967-1998) gab es einen Fernsehsender, Televisi Republik Indonesia, der von der Regierung manipuliert und kontrolliert wurde. Ende Achtzigern und Anfang Neunzigern, Dank des wirtschaftlichen Wachstums, vermehrten sich die Unterhaltungsangebote sowohl durch weitere Fernsehsender, wie RCTI (1989), SCTV (1990), TPI (1991) und INDOSIAR (1994), als auch durch Kabelfernsehen und Videotheken. Das Heimkino und die größere Auswahl an Fernsehprogrammen wurden zu Alternativen zum einheitlichen staatlichen Angebot.
Ende der Neunziger, und vor allem 1998, wird das Medium Video als Instrument einer kritischen Auseinandersetzung mit  staatlichen Gegebenheiten, die das indonesische Volk nicht mehr akzeptieren wollte. Diese Videos ohne jeglichen künstlerischen Anspruch wurden zu Zeugen der damaligen Situation des Landes. Der Einsatz von audiovisuellen Medien ist eine Antwort auf einen konkreten gesellschaftlichen und politischen Kontext. Heutzutage gehören audiovisuelle Medien jedoch zu einen bestimmten Lebensstil und bewegte Bilder im Internet, in Mobilfunkgeräten als auch im Fernseher werden in unserem Alltag integriert.
Die ersten Videokunstarbeiten von Nam June Paik waren eine Reaktion auf die Bilderflut und die Massenmanipulation der Fernsehindustrie. In Indonesien ist der Kontext ähnlich wie Paiks, obwohl das Video erst Ende der Achtziger in die Kunstszene eingeführt wurde. Diese Entwicklung unterscheidet sich von Paiks, indem die Benutzung des Videos nicht innerhalb einer künstlerischen Bewegung oder einer bestimmten Avantgarde entstand. Die Verwendung von audiovisuellen Medien in Indonesien taucht in einem alltäglichen Kontext auf und hat in der Regel politische und soziale Hintergründe.

Inhalt des Vortrags:
Über eine geschichtliche Einführung hinaus, will der Vortrag einen Einblick in die Künstlerinitiativen geben, die sich mit der Recherche, Dokumentation und Verbreitung der Nutzung des Mediums Video beschäftigen: Forum Lenteng, ruangrupa (in Jakarta); Kampung Halaman, VideoBattle (in Yogyakarta); VideoLab und Videobabes (in Bandung).
Schwerpunkt des Vortrages ist ruangrupas Videokunst Festival OK. Video, und die Künstlerinitiative Forum Lenteng, welche 2003 von Hafiz, einem Mitbegründer von ruangrupa, als erstes Archiv für die Dokumentation von und Recherche über Video  gegründet wurde. Während der Konferenz werden repräsentative Arbeiten von indonesischen Videokünstlern gezeigt, u.a. die Arbeiten vom Pionier Krisna Murti, sowie bahnbrechende Arbeiten von jungen Künstlern Prilla Tania, Tintin Wulia, Nala Atmowiloto, Muhammad Akbar, Henry Foundation, Tiong Ang, Wimo Ambala Bayang und Anggun Priambodo.

Katerina Valdivia Bruch ist unabhängige Kuratorin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre nächste Ausstellung: OK. Video - Jakarta International Video Festival. A Retrospective. läuft vom 02. September bis zum 16. Oktober im Projektraum von art and culture international e.V. in KunstBüroBerlin. Mehr Informationen: www.artatak.net

Katerina Valdivia Bruch wird gefördert durch das Kuratorenstipendium vom Goethe Institut.

 

Beach Time, 2005 © Krisna Murti

Ankündigungen

Oktober:

Mittwoch, 27. Oktober 2010, 19 Uhr:
Elektronenströme -
Zeitgenössische Videoproduktion in Bosnien - Herzegowina nach 1995. Referentin: Asja Hafner, SCCA (Sarajewo Center for Contemporary Art)

Unser Highlight in 2010:
Rodney Place (Südafrika)  - ein Mediamixprojekt aus Video, Performance, Theater und Ausstellung.
Auditorium des Kunstmuseum Bonn, Ende Oktober 2010 (genaue Aufführungstermine werden noch bekanntgegeben).
Neben Rotterdam, Paris, Warschau und Helsinki die einzige deutsche Station.

November:

Mittwoch, 24. November 2010, 19 Uhr:
Elektronenströme -
Ein Abend mit dem Künstler und Filmkurator Florian Wüst.