Pressemitteilung // April 2005Videonale 10 - Festival für zeitgenössische Videokunst Themen // Offener Wettbewerb Zum Einsendeschluss am 4. Februar 2005 erreichten die Videonale ca. 600 Videoarbeiten, u.a. aus China, Norwegen, Rumänien, USA, Korea, Israel, Kroatien, Iran, Australien und Russland. Die Jury des Wettbewerbs, bestehend aus Katja Albers, Videosammlung des Neuen Berliner Kunstvereins // Georg Elben, Videonale 10 // Peter Gorschlüter, Kunsthalle Düsseldorf // Stefan Gronert, Kunstmuseum Bonn // Christoph Schreier, Kunstmuseum Bonn und Christina Végh, Bonner Kunstverein, wählte 47 Arbeiten aus, die in der Ausstellung und im Bänderprogramm der Videonale 10 vom 30. April bis zum 16. Mai 2005 gezeigt werden. Der Preisträger oder die Preisträgerin des mit 5.000,- Euro dotierten Videonale-Preises wird am Eröffnungsabend (29.4.) bekannt gegeben. In der Ausstellung des Festivals werden hauptsächlich Single-Channel-Arbeiten zu sehen sein, was schon in den Wettbewerbsbedingungen festgelegt war. Die Konzentration auf einen Erzählstrang, auf eine lineare Bilderzählung war formales Auswahlkriterium. In der Ausstellung sind lediglich einige Ausnahmen mit zwei oder drei synchron projizierten Bildern zu finden. Nicht ein Thema, sondern die Vielfalt der Arbeiten bestimmen die diesjährige Videonale. Ausstellungsarchitektur Um eine zeitgemäße Lösung für die Präsentation von Video- und Medienkunst zu finden, hat die Videonale gemeinsam mit den Architektur-Lehrstühlen der RWTH Aachen und der Bergischen Universität Wuppertal einen Wettbewerb für innovative Ausstellungsarchitektur ausgeschrieben. Ausgewählt wurde der Entwurf von dem Architekturstudenten Jochen Specht (RWTH Aachen), dessen Konzept auf einer getrennten Behandlung von Bild- und Tonebene basiert. Die Wechselausstellungsräume des Kunstmuseums Bonn wurden für die Präsentation von Malerei entworfen, weshalb die Wände auch als Projektionsflächen genutzt werden; sie bleiben unmittelbare Bildträger. Den auditiven Teil der Videoarbeiten übernimmt ein durch alle Räume laufendes Band aus Filz, die Tonspur. Sie überzieht zehn 2,30 Meter hohe Holzkonstruktionen, in deren Decken Lautsprecher integriert sind. Beim Betreten dieser Tonräume sind die Umgebungsgeräusche weitgehend ausgeblendet, und der Besucher kann sich ungestört auf das einzelne Video konzentrieren. So nimmt er die Ausstellung in ihrer Gesamtheit als einen fließenden Audio/Video-Raum wahr, der die einzelnen Arbeiten nicht nur als singuläres Werk, sondern als Teil einer Menge von ausgezeichneten Kunstwerken - als Teil der Videonale - präsentiert. Symposium Das Symposium zur »Ausstellungsgestaltung für Video- und Medienkunst« vertieft die im Vorfeld der Videonale aufgeworfene Fragen nach einer geeigneten Präsentationsform von Video- und Medienkunst. In einem interdisziplinären Spektrum werden Ausstellungsgestalter und Architekten sowie Kunst- und Medienwissenschaftler ausgewählte Fallbeispiele vorstellen. Die Veranstaltung stellt das Spannungsverhältnis zwischen Museum, Medientechnik und Medienkunst in der kuratorischen Praxis vor und befasst sich mit konkreten Ausstellungsprojekten. In diesem Rahmen wird auch die Ausstellungsarchitektur von Nikolaus Hirsch und Michael Müller für die Videonale 9 sowie die von Jochen Specht für die Videonale 10 diskutiert. |
Termine Videonale 10
|
Es sprechen: Gleichzeitig wird die Ausstellung Sich selbst bei Laune halten. Kunst der 70er aus der Schenkung Ingrid Oppenheim des Kunstmuseums Bonn eröffnet. Die Vernissage zu der Ausstellung Rita Ackermann im Bonner Kunstverein beginnt schon um 18 Uhr. Anschließend gibt es ein gemeinsames Fest für alle drei Ausstellungen im Rheingarten in der Rheinaue am Posttower. |
Veranstaltungen Videonale 10 Freitag, 29. April - 01. Mai 2005 Dance with me, Germany Außeninstallation des Künstlerduos M+M aus München mit vier Videoprojektoren auf dem Museumsvorplatz. Jeweils nach Anbruch der Dämmerung bis Mitternacht. Samstag, 30. April 2005 14 Uhr, moderiertes Bänderprogramm, Auditorium Sonntag, 1. Mai 2005 12 Uhr moderiertes Bänderprogramm, Auditorium Mittwoch, 4. Mai 2005 19 Uhr, Punkt Sieben in der Reihe elektronenströme: Chris Marker und Video // Vortrag von Barbara Filser, Auditorium Samstag, 7. Mai 2005 15 Uhr, moderiertes Bänderprogramm, Auditorium Sonntag, 8. Mai 2005 10-18 Uhr, Symposium zur Ausstellungsgestaltung für Video- und Medienkunst, Auditorium Sonntag, 15. Mai 2005 11 Uhr Führung von Georg Elben // Kurator der Videonale 10 Veranstaltungen nach der Videonale 10 Mittwoch, 1. Juni 2005 19 Uhr, Punkt Sieben in der Reihe Elektronenströme zusammen mit dem Kunstmuseum: Künstlergespräch mit Klaus vom Bruch, Auditorium Mittwoch, 6. Juli 2005 19 Uhr Punkt Sieben in der Reihe Elektronenströme zusammen mit dem Kunstmuseum: Künstlergespräch mit Marcel Odenbach, Auditorium |
Ort Videonale 10 Kontakt www.videonale.org
Die Videonale wird unterstützt von Kunststiftung NRW Hauptsponsor KfW Bankengruppe Technikpartner Lang Medientechnik Sponsoren Thonet Medienpartner brand eins |