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Pressemitteilung des April 2007


VIDEONALE 11 - Festival für zeitgenössische Videokunst im Kunstmuseum Bonn

FINISSAGE am Sonntag, 15. April um 15 Uhr in der Ausstellung
Heimkino mit Mischa Kuball - Mit Super-8 in Vergangenheit und Zukunft

Heimkino - anlässlich der Finissage lädt die VIDEONALE 11 zum Film-Nachmittag ein. In Anlehnung an die auf der VIDEONALE 11 präsentierte Arbeit HEIMKINO des Medienkünstlers Mischa Kuball werden am letzten Festival-Tag Super-8-Filme in den Ausstellungsräumen des Kunstmuseums Bonn präsentiert. Zum Einstieg führt Mischa Kuball drei eigene Videoarbeiten vor, die auf Super-8-Filmmaterial basieren, und diskutiert anschließend vom Publikum mitgebrachte Filme. Das Programm bietet, was das Publikum zur Verfügung stellt - auf Zelluloid verewigte Familienfeiern, Szenen aus Freizeit, Berufs- und Privatleben, Urlaubsimpressionen: Viel Raum für Assoziationen und Reflektionen über Themen wie den technischen Wandel in der Medienkunst, die Bedeutung der Medien in Kunst und Gesellschaft sowie zu philosophischen Fragen über Zeit und Erinnerung.

Wer sich mit seinen persönlichen Super-8-Filmen aus der Vergangenheit beteiligen möchte, meldet sich bitte – per Mail info@videonale.org oder per Telefon 0228 - 77 62 86.
Die Videonale freut sich über alle Beiträge!

Flüchtige Erscheinungen – Drei Filme von Mischa Kuball
Neben seiner Arbeit HEIMKINO präsentiert Mischa Kuball zwei weitere seiner Werke, die den Blickwinkel auf das Thema „Medien im öffentlichen Raum" erweitern. Eine der Arbeiten ist ANTIKINO, eine Single-Channel-Projektion, die auf Footage-Material aus dem Jahr 1969 basiert, das von einem filmer in Istanbul aufgenommen wurde. Lichtimpulse, die in regelmäßigen Abständen wiederkehren, werden von der Linse eingefangen; die Tonspur fehlt. Ein Motiv oder eine Handlung sind in dem 8mm-Streifen nicht erkennbar. Die selbstreflexive Struktur des Projekts ANTIKINO stellt Sehgewohnheiten des Publikums und Erwartungen an das Medium Film zur Diskussion.

Weitere Informationen zu Mischa Kuball unter www.mischakuball.com



Elektronenströme // Anne-Kathrin Auel
Mittwoch, 11. April 2007, 19 Uhr, Auditorium im Kunstmuseum Bonn

IN ZEIT-RÄUME EINTAUCHEN

In der parallel zur Videonale laufenden Veranstaltungsreihe „Elektronenströme" präsentiert Anne-Kathrin Auel (wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunsthochschule Kassel) zur VIDEONALE 11 in ihrem Vortrag „Videoinstallationen – In Zeit-Räume eintauchen" die Installationen des Niederländers Aernout Mik und der finnischen Künstlerin Eija-Liisa Ahtila. Der Vortrag findet am Mittwoch, 11. April 2007 um 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn statt.


„Im Unterschied zu Einkanal-Videos, die auf dem Monitor präsentiert werden, erlauben Videoinstallationen dem Betrachter, körperlich in die Geschichte einzutauchen. Doch die Töne und Bewegtbilder umgeben ihn nicht nur, sondern erzwingen auch Entscheidungen. Wird etwas auf mehreren Screens präsentiert, dann wird die Wahrnehmung strapaziert und es gerät automatisch auch etwas aus dem Blickfeld. Andererseits führen Künstler häufig ganz gezielt den Blick des Betrachters, auch wenn dieser im Gegensatz zum Kino in einer Black-Box grundsätzlich seine Bewegungsfreiheit behält", so Anne-Kathrin Auel.

Auel wird die Arbeiten anhand von Video-Ausschnitten uns Stills vorstellen.

Die Videoinstallation ORGANIC ESCALATOR (2000) von Aernout Mik wird in einer beweglichen Kabine vorgeführt. Dies unterstreicht die filmische Szene, in der alles ins Wanken gerät. Die Projektionen berühren den Boden und der Betrachter senkt dadurch automatisch den Kopf. Die Abwesenheit einer Tonspur unterscheidet Miks Arbeiten grundsätzlich von den Videoinstallationen der Finnin Eija-Liisa Ahtila, denn ihre narrativen Arbeiten vermittelt sie ebenso stark über den Sound wie über die Filmbilder. In ihrer 2002 entstandenen Arbeit THE HOUSE beschäftigt Ahtila sich mit der Geisteskrankheit einer jungen Frau. Die Künstlerin thematisiert die verzerrte Wahrnehmung der Protagonistin durch die Zerteilung der Arbeit in drei verschiedenfarbig gefasste Projektionsflächen. Die dadurch aufgegriffenen Wahrnehmungsverschiebungen werden zusätzlich durch Beschreibungen aus dem On und Off unterstützt.


Ausführliche Informationen und Fotos zum Download unter www.videonale.org

Die VIDEONALE 11 wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, vom Land NRW, der Kunststiftung NRW, der Stadt Bonn, der Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn und der KfW Bankengruppe als Hauptsponsor.

Die KfW Bankengruppe ist eine öffentlich-rechtliche Förderbank, Anteilseigner sind der Bund (80%) und die Länder (20%). Die KfW Bankengruppe gibt weltweit Impulse für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Durch die Vergabe langfristiger, zinsgünstiger Darlehen unterstützt sie unter anderem die private Wohnungswirtschaft, den gewerblichen Mittelstand, Existenzgründer und den Ausbau der kommunalen Infrastruktur. Darüber hinaus fördert die Bank Innovationen und den Markt für Beteiligungskapital, engagiert sich in der Bildungsfinanzierung und unterstützt den Umweltschutz. Die KfW Bankengruppe ist ebenso in den Bereichen Export- und Projektfinanzierung sowie Förderung von Entwicklungs- und Transformationsländern tätig und unterstützt den Bund mit Beratungsleistungen und Dienstleistungen.
Als Sponsor engagiert sich die KfW Bankengruppe vor allem im Public Sponsoring, d.h. in der Unterstützung gesellschaftlicher Themen, die eng mit dem Förderauftrag der Bank verbunden sind. Ein Schwerpunkt ist das Kultur-Sponsoring.


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Pressemitteilung März 2007


VIDEONALE 11 - Festival für zeitgenössische Videokunst - im Kunstmuseum Bonn

14. März 2007, 11 Uhr: Pressekonferenz (und evtl. –rundgang) - Einladung folgt
14. März 2007, 20 Uhr: Eröffnung und Verleihung VIDEONALE-Preis mit anschließender Party im Foyer
15. März - 15. April 2007: Ausstellung
15. - 18. März 2007: Festivalprogramm
15. April 2007, ab 15 Uhr: Finissage



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HOCHKARÄTIGE PREISJURY

Aus über 600 eingesandten Arbeiten hatte die fünfköpfige Vorjury 48 Positionen ausgewählt, die die VIDEONALE 11 nun im Kunstmuseum Bonn präsentiert.
Die dreiköpfige Preisjury bestimmt daraus den Gewinner des VIDEONALE-Preises, der mit 5000 Euro dotiert ist. Die Preisjury besteht aus der Medienkünstlerin Candice Breitz, Berlin, Rudolf Frieling, Kunsthistoriker und Kurator für Medienkunst am San Francisco Museum of Modern Art, sowie Susanne Titz, Direktorin des Museums Abteiberg in Mönchengladbach.


AUSSTELLUNGSARCHITEKTUR: FUNKTIONALE UND ÄSTHETISCHE ANSPRÜCHE ERFÜLLEN

„Wir wollen Videokunst in einer vollgültigen musealen Ausstellung zeigen. Eine Chance der VIDEONALE liegt darin, für die besonderen Rezeptionsanforderungen von Videokunst adäquate Präsentationsmöglichkeiten zu finden und auszuprobieren“, sagt Georg Elben, Kurator der VIDEONALE 11. Die gegenseitige visuelle und auditive Überlagerung der 48 Videoarbeiten der VIDEONALE 11 weitgehend zu verhindern und jedem Video einen eigenen Ort zuzuweisen, war die Herausforderung, der sich die Ausstellungsarchitekten stellen mußten. Dabei sollten sie möglichst auf abgedunkelte kleine Räume - die sogenannte „Black Box“ - verzichten, denn erfahrungsgemäß möchten Besucher nicht eine Vielzahl von dunklen, abgeschlossenen Räumen nacheinander aufsuchen.

Realisiert wurde der Entwurf eines Teams der drei Designer Frank Leuwer, Muna Sawas und Anke Rohlfing. Sie haben die Aufgabe gelöst, indem sie drei verschiedene Präsentationsformen miteinander verzahnt haben und die inhaltlich heterogenen Arbeiten mit einer einheitlichen Rahmung zusammenhalten. Die Raumwirkung wird dabei wesentlich durch klare Kuben in schwarz/weiß bestimmt.

DER WEG AUS DER KAKOPHONIE: SOUNDHAUBEN UND STRANDKÖRBE
In strandkorbähnlichen Boxen können die Zuschauer sich auf Bänken niederlassen und die Videoarbeit auf der Rückseite der vor ihnen stehenden „Strandkörbe“ rezipieren, ohne dass sich Sound oder Bild mit anderen Arbeiten überlagern. Das zweite Element sind speziell konstruierte Soundhauben mit integrierten kleinen Lautsprechern, die der Besucher stehend zu sich herabziehen kann und so individuell seiner Größe anpasst. Als dritte - eher konventionelle – Präsentationsform wird eine Reihe von Monitoren mit Kopfhörern vor allem bei Arbeiten eingesetzt, bei denen der Kopfhörer eine Konzentration und Isolierung des Besuchers auf leise, feine Sounds erreichen soll.

ROTER FADEN DER VIDEONALE 11 – DER ENERGIESTRANG
Als Teil ihres ästhetischen Formenprogramms hat das Designteam den elektrischen Strom als zentrales Thema der Ausstellungsarchitektur gewählt. Entstanden ist ein symbolischer Energiestrang, der sich in Form eines silbernen Rohrsystems durch die Ausstellungsräume zieht. Er durchdringt wie ein roter Faden alle Ausstellungselemente, verbindet und versorgt sie auf diese Weise mit Energie. Die symbolische Stromleitung dient außerdem als Leitfaden für den Besucher, enthält zum Teil die Verkabelung und befestigt einzelne Architekturelemente.


Expertenrunde am Samstag, 17. März um 16 Uhr im Rahmenprogramm VIDEONALE „Das Video im Museum – Ausstellungsarchitektur für Videokunst“.

Es diskutieren:
MUNA SAWAS, Architektur VIDEONALE 11 (Teil des 3-köpfigen Designer Teams mit FRANK LEUWER und ANKE ROHLFING)
JOCHEN SPECHT, Architektur VIDEONALE 10
STEFAN EBERSTADT, Installation Videolounge im Kunstmuseum
GEORG ELBEN, Kurator VIDEONALE 11
Moderation: ANDREAS DENK, Chefredakteur der Zeitschrift DER ARCHITEKT des BDA



REDE UND ANTWORT - „VIDEOVOICES“ ALS KUNSTVERMITTLER

Mehr als ein Knopf im Ohr - alternativ zur herkömmlichen Museumsführung ermöglicht die VIDEONALE 11 die Kunstvermittlung im direkten Gespräch durch die VIDEOVOICES. VIDEOVOICES sind Studenten und Studentinnen der Kunstgeschichte, die inhaltlich auf die VIDEONALE vorbereitet sind und den VIDEONALE-Besuchern als persönliche Kunstvermittler zur Verfügung stehen.

„Kunstvermittlung im individuellen Dialog scheint die adäquate Form für zeitgenössische Kunst zu sein, da dort ein hoher Bedarf an Informationen zu den Hintergründen der Werke und zur Kommunikation über die Kunst besteht. Sie wird erfahrungsgemäß vor allem von jüngerem Publikum positiv angenommen, das oftmals das erste Mal mit bildender Kunst in Berührung kommt und daher eine wichtige Initiation erfährt“, sagt Nadia Ismail, Ausstellungskoordinatorin der VIDEONALE 11.

Wer sich privat oder beruflich mit Kunst auseinandersetzt, freut sich, mit den VIDEOVOICES ein wenig zu fachsimpeln; wer mit der zeitgenössischen Kunst oder Videokunst im Speziellen eigentlich nicht zurechtkommt, ist über den persönlichen Austausch dankbar: Die VIDEOVOICES passen sich den individuellen Bedürfnissen des Besuchers an – je nach Wissensstand und Interesse. So wird im Unterschied zu herkömmlichen Gruppenführungen oder einem „Audio-Guide“ ein individueller Kunstdialog möglich.

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Anlässlich der VIDEONALE 11 erscheint ein zweisprachiger Katalog mit zahlreichen Abbildungen der ausgestellten Arbeiten, wissenschaftlichen Aufsätzen und einer DVD.

Die VIDEONALE 11 wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, vom Land NRW, der Kunststiftung NRW, der Stadt Bonn, der Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn und der KfW Bankengruppe als Hauptsponsor.

Die KfW Bankengruppe ist eine öffentlich-rechtliche Förderbank, Anteilseigner sind der Bund (80%) und die Länder (20%). Die KfW Bankengruppe gibt weltweit Impulse für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Durch die Vergabe langfristiger, zinsgünstiger Darlehen unterstützt sie unter anderem die private Wohnungswirtschaft, den gewerblichen Mittelstand, Existenzgründer und den Ausbau der kommunalen Infrastruktur. Darüber hinaus fördert die Bank Innovationen und den Markt für Beteiligungskapital, engagiert sich in der Bildungsfinanzierung und unterstützt den Umweltschutz. Die KfW Bankengruppe ist ebenso in den Bereichen Export- und Projektfinanzierung sowie Förderung von Entwicklungs- und Transformationsländern tätig und unterstützt den Bund mit Beratungsleistungen und Dienstleistungen.
Als Sponsor engagiert sich die KfW Bankengruppe vor allem im Public Sponsoring, d.h. in der Unterstützung gesellschaftlicher Themen, die eng mit dem Förderauftrag der Bank verbunden sind. Ein Schwerpunkt ist das Kultur-Sponsoring.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über das Programm der VIDEONALE 11. Anmeldung sowie weitere Informationen und Fotos zum Download unter www.videonale.org

ÖFFNUNGSZEITEN:

15. - 17. März 2007: 11:00 – 22:00 Uhr
18. März – 15. April 2007: 11:00 – 18:00 Uhr
Montags geschlossen

EINTRITTSPREISE:

15. – 18. März 2007: Kombiticket für alle 4 Tage 10 EURO/ ermässigt: 7 EURO
(für Ausstellung und Rahmenprogramm)
ab 18. März 2007: 5 EURO / ermässigt 2,50 EURO
(Eintritt gilt für das ganze Museum inklusive Wechsel- ausstellung Philip Guston: „Arbeiten auf Papier“)


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Pressemitteilung Februar 2007


VIDEONALE 11 - Festival für zeitgenössische Videokunst – im Kunstmuseum Bonn

14. März 2007, 20 Uhr Eröffnung
15. März - 15. April 2007 Ausstellung
15. - 18. März 2007 Rahmenprogramm


Ausführliche Informationen und Fotos zum Download unter www.videonale.org


TAGESTIPPS


SWITCH IT ON - ERÖFFNUNG DER VIDEONALE 11

Mittwoch, 14. März um 20 Uhr / Auditorium des Kunstmuseum Bonn

State of the Art der zeitgenössischen Videokunst – zum 11. Mal zeigt die Bonner VIDEONALE aktuelle Positionen aus dem Bereich Video. Höhepunkt des Eröffnungsabends ist die feierliche Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten VIDEONALEPREIS für eine herausragende Video-Arbeit. Anschließend ab 22 Uhr wird gefeiert mit gepflegten elektronischen Klängen aus der Kölner Schule.

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VIDEONALE RAHMENPROGRAMM: 15. - 18. März 2007


INSIDE THE MONITOR - VIDEOKÜNSTLER HAUTNAH
Vortrag und Diskussion / Donnerstag, 15. März ab 14 Uhr / Auditorium des Kunstmuseum Bonn

Jappy, eine riesige mausähnliche Plüschfigur, ist der Protagonist im Video der Künstlergruppe ANTENNA: ADVENT OF JAPPY zeigt ein skurriles quasi-religiöses Ritual, in dem Jappy als gottgleicher Figur gehuldigt wird. Im VIDEONALE-Gespräch mit Katja Stuke und Oliver Sieber geben ANTENNA Einblick in ihr Werk, ihre Inspirationsquellen und die Bezüge zu traditionellem Brauchtum, Popkultur und Gesellschaftskritik.

Neben ANTENNA stellen weitere teilnehmende Künstler und Künstlerinnen der VIDEONALE 11 sich und ihre Arbeit vor. Einen tieferen Einblick in ihr Schaffen gewähren u.a. die Künstler JEANNNE FAUST, JÖRN ZEHE, ULU BRAUN und ROLAND SEIDEL aus Deutschland und Österreich.
In BRAUNs und SEIDELs Projekt REKORDER wird der Entstehungsprozess selbst zum Thema. Die Performance-Videoarbeit soll als Diskussionsgrundlage für ein Gespräch dienen, in dem es um das Verhältnis von künstlerischer Vision und deren faktischer Umsetzung mit den Mitteln der Neuen Medien geht. In den eigentlichen Film wurde die Dokumentation des Produktionsprozesses als zusätzliche Handlungsebene eingebracht.

Ein spezielles Programm koreanischer VideokünstlerInnen wird im Kommunikationszentrum gezeigt, präsentiert durch die Kuratorin Hyunjin Kim, das die umfangreiche Ausstellung der VIDEONALE ergänzt.


GESTOHLEN ODER AUSGELIEHEN - DAS COPYRIGHT IN DER VIDEOKUNST
Vortrag und Diskussion / Freitag, 16. März ab 14 Uhr / Auditorium des Kunstmuseum Bonn

Was hat Robert de Niro in Douglas Gordons Videoarbeit THROUGH THE LOOKING GLASS zu suchen? Gordon bedient sich der berühmten „Spiegelszene“ aus Martin Scorseses Film TAXI DRIVER und baut diese an zentraler Stelle in sein eigenes Kunstwerk ein. Diebstahl, Plagiat oder einfach nur genial - das Thema Copyright ist und bleibt eine undurchsichtige Angelegenheit im Bereich der Medienkunst.

„Found Footage“ heißt das Zauberwort, mit dem sich Videokünstler bislang recht erfolgreich aus der Gesetzesfalle ziehen konnten. Sie bedienen sich an vorhandenem Bildmaterial - sei es Filmmaterial, Nachrichtenbilder oder Homevideos - und verwenden es für ihre eigenen Zwecke weiter. Grundsätze des Urheberrechts, Fragen zum Persönlichkeitsrecht, das Recht am Bild sowie Rechtsfragen bei der Bearbeitung bleiben oft ungeklärt.

Im Rahmen der VIDEONALE 11 erläutern Experten die bestehende Gesetzeslage anhand von Beispielen. Medienanwältin AMA WALTON, München, zeigt die relevanten juristischen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Videokunst auf. Galeristin ANITA BECKERS, Frankfurt, erörtert rechtliche Aspekte, die sich aus ihrer Zusammenarbeit mit Künstlern und beim Verkauf von Videokunst an Sammler ergeben. DR. ANKE SCHIERHOLZ, Justiziarin der VG Bildkunst Bonn, widmet sich der Rolle der Verwertungsgesellschaft im Zusammenhang mit Videokunst. Außerdem spricht ANETTE GÖDDE, die das Thema aus der Sicht der Künstlerin beleuchtet.


DAS VIDEO IM MUSUM - AUSSTELLUNGSARCHITEKTUR FÜR VIDEOKUNST
Vortrag und Diskussion / Samstag, 17. März ab 16 Uhr / Auditorium des Kunstmuseum Bonn

Töne überlagern sich, stören sich gegenseitig - Videokunst in einem klassischen musealen Kontext zu präsentieren, der ausschließlich für Malerei und Skulptur konzipiert wurde, ist oft unbefriedigend für Künstler und Publikum. Alternativen zur Black-Box, die von vielen Besuchern abgelehnt wird, werden gesucht.

Wie eine gelungene Ausstellungsarchitektur für Videokunst aussehen kann, soll in der heutigen Expertenrunde diskutiert werden. MUNA SAWAS (Teil des 3-köpfigen Designer Teams mit FRANK LEUWER und ANKE ROHLFING) und JOCHEN SPECHT, Architekten der VIDEONALE 10 und 11, präsentieren ihre eigens für die Ausstellung von Videokunst entworfene Architekturen. Ihr Design versucht, den offenen Raum zu bewahren und damit die Black Box-Atmosphäre zu umgehen. STEFAN EBERSTADT stellt seinen Entwurf der neu eingerichteten Videolounge im Kunstmuseum Bonn vor, die insbesondere durch ihren skulpturalen Charakter hervorsticht. GEORG ELBEN, Kurator der VIDEONALE 11, spricht über seine persönlichen Erwartungen an Ausstellungsarchitektur. Durch die Diskussion führt ANDREAS DENK, Chefredakteur der Zeitschrift DER ARCHITEKT des BDA.

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OPEN-SCREENING – PRÄSENTATION UND DISKUSSION
15. März bis 18. März jeweils ab 18 Uhr

Studenten und Studentinnen von deutschen Kunst- und Medienhochschulen stellen ihre eigene Arbeit oder ihr Lieblingsvideo eines anderen Künstlers vor. Das Publikum ist herzlich eingeladen, mit ihnen zu diskutieren.

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AUSSTELLUNGSFÜHRUNG MIT GEORG ELBEN
Sonntag, 18. März um 11 Uhr

GEORG ELBEN, Kurator der VIDEONALE 11, führt durch die Ausstellung.
Eine weitere Führung der Ausstellungskoordinatorin NADIA ISMAIL wird um 15 Uhr angeboten. Es besteht die Möglichkeit zum individuellen Gespräch rund um die ausgestellten Arbeiten.


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Anlässlich der VIDEONALE 11 erscheint ein zweisprachiger Katalog mit zahlreichen Abbildungen der ausgestellten Arbeiten, wissenschaftlichen Aufsätzen und einer DVD.

Die VIDEONALE 11 wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, vom Land NRW, der Kunststiftung NRW, der Stadt Bonn und der
KfW Bankengruppe als Hauptsponsor. (Stand 25.1.2007)

Die KfW Bankengruppe ist eine öffentlich-rechtliche Förderbank, Anteilseigner sind der Bund (80%) und die Länder (20%). Die KfW Bankengruppe gibt weltweit Impulse für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Durch die Vergabe langfristiger, zinsgünstiger Darlehen unterstützt sie unter anderem die private Wohnungswirtschaft, den gewerblichen Mittelstand, Existenzgründer und den Ausbau der kommunalen Infrastruktur. Darüber hinaus fördert die Bank Innovationen und den Markt für Beteiligungskapital, engagiert sich in der Bildungsfinanzierung und unterstützt den Umweltschutz. Die KfW Bankengruppe ist ebenso in den Bereichen Export- und Projektfinanzierung sowie Förderung von Entwicklungs- und Transformationsländern tätig und unterstützt den Bund mit Beratungsleistungen und Dienstleistungen.
Als Sponsor engagiert sich die KfW Bankengruppe vor allem im Public Sponsoring, d.h. in der Unterstützung gesellschaftlicher Themen, die eng mit dem Förderauftrag der Bank verbunden sind. Ein Schwerpunkt ist das Kultur-Sponsoring.






























TERMINE DER VIDEONALE 11



Pressekonferenz: Mittwoch, 14. März 2007 11h


Eröffnung und Verleihung des VIDEONALEPREISES: Mittwoch, 14. März 2007

20h


Rahmenprogramm: Donnerstag bis Samstag, 15. - 18. März 2007



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Videonale 11 Pressemitteilung


Rot, erotisch, animalisch, changierend zwischen Glamour und Kanibalismus – so offenbart sich der monitorfüllende Mund mit den makellos weißen Zähnen. Die Arbeit der in England lebenden Videokünstlerin Lia Anna Hennig ist eine von fünfzig Positionen, die die VIDEONALE 11 vom 15. März bis 15. April 2007 im Kunstmuseum Bonn präsentiert. Neben neuen Videoarbeiten u.a. von Jeanne Faust, Christoph Girardet oder Mischa Kuball stehen Werke von jungen Künstlern wie etwa dem Japaner Hideyuki Tanaka, der die skurrilen Riten um eine gottgleiche Figur namens Jappy zeigt, oder dem Franzosen Jean-Gabriel Périot, der die öffentliche Bestrafung von französischen Frauen, denen eine Affäre mit deutschen Männern während des Krieges nachgesagt wurde, untersucht.

 

„Wir wollen die ganze Bandbreite von Videokunst heute zeigen. Uns interessiert vor allem der Appeal des Gegenwärtigen. Auffällig ist die ungeheure Vielfalt der eingereichten Arbeiten: Narrative und dokumentarische Positionen, Clips, Animation und Zeichentrick, politische Videos, rein am Formalen interessierte Werke, Performance-Videos. Eine interessante Strömung sind in diesem Jahr Videos von Künstlerinnen und Künstlern mit Migrationshintergrund: Noch nie hatten wir so viele Arbeiten von Künstlern, deren Namen auf den ersten Blick so gar nicht zum Land, in dem sie wohnen, passen wollen“, so Georg Elben, Kurator der VIDEONALE 11.

 

Über 600 aktuelle Videoarbeiten - u.a. aus Taiwan, China, Korea, Australien, Brasilien, Spanien, Frankreich und den USA - hat die fünfköpfige Jury gesichtet. Eine Woche lang tagten Cecilia Anderson, die in Liverpool als freie Kuratorin für die Tate Liverpool arbeitet, Karen van den Berg, Kunstwissenschaftlerin von der Zeppelin University Friedrichshafen, Katja Davar, Künstlerin und Teilnehmerin der Videonale 10, Tomasz Wendland, Künstler und Kurator des IF Museum Inner Spaces aus Poznan und Georg Elben, Kurator der Videonale 11, in den Räumen der KfW-Bankengruppe, die auch in diesem Jahr wieder maßgeblich die VIDEONALE unterstützt.

 

Zur Eröffnung der VIDEONALE 11 am 14. März 2007 wird eine herausragende künstlerische Arbeit mit dem mit 5.000 Euro dotierten VIDEONALEPREIS ausgezeichnet.

 

Als Fortsetzung der monatlich stattfindenden Reihe ELEKTRONENSTRÖME behandelt das umfangreiche Rahmenprogramm der VIDEONALE 11 theoretische und praktische Aspekte des Themas Videokunst: Workshops, Experten-Vorträge und künstlerische Statements thematisieren die Besonderheiten von Video als künstlerischem Medium in Bezug zu anderen Medien der bildenden Kunst. U.a. stehen in diesem Jahr Fragen des Copyrights sowie deren Auswirkungen auf Ausstellungen und Sammlungen zur Diskussion. Mit dem Konzept der Video:Dialoge hat der Besucher die Möglichkeit, mit Studenten der Kunstgeschichte die Werke im individuellen Gespräch zu diskutieren.

Das genaue Programm wird Ende Januar bekanntgegeben.

 

Anlässlich der VIDEONALE 11 erscheint ein zweisprachiger Katalog mit zahlreichen Abbildungen der ausgestellten Arbeiten, wissenschaftlichen Aufsätzen und einer DVD.

 

Die VIDEONALE 11 wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, vom Land NRW, der Kunststiftung NRW, der Stadt Bonn und der KfW-Bankengruppe als Hauptsponsor. (Stand 30.11.2006)

 

TERMINE DER VIDEONALE 11

 

Pressekonferenz: Mittwoch, 14. März 2007 11h

VIP-Veranstaltung: Mittwoch, 14. März 2007 17h

Eröffnung und Verleihung des VIDEONALEPREIS: Mittwoch, 14. März 2007 20h

Rahmenprogramm: ab Donnerstag, 15. März - 18. März 2007

 

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HISTORISCHER ABRISS - DIE GESCHICHTE DER VIDEONALE 11

 

Die VIDEONALE hat „... in den letzten 20 Jahren stets den Vorteil gehabt, als Quasi-Filmfestival für das Kunstvideo dessen aktuellen filmischen Entwicklungsstand gut abbilden zu können. Das macht ihre ästhetische Gradmesserfunktion aus.“ (K.WEST)

 

Die Videonale e.V. - 1984 in Bonn gegründet - ist Veranstalterin eines der ältesten Videofestivals der Welt. Die gut 20-jährige Geschichte der Videonale begann im Bonner Kunstverein. Seitdem ist das Festival stetig gewachsen und hat sich in diesem Bereich zu einer maßgeblichen Institution für aktuelle Videokunst entwickelt. Seit 2004 nutzt die Videonale die Räumlichkeiten des Kunstmuseum Bonn und bildet eine sinnvolle Ergänzung zu den so genannten Videopionieren aus der Schenkung Ingrid Oppenheim, die als Kunstsammlerin und Mäzenin in den späten 1970er Jahren den ideellen Grundstein der heutigen VIDEONALE gelegt hat.

 

Im Frühjahr 2007 veranstaltet die Videonale Bonn zum elften Mal das mit einem internationalen Wettbewerb verbundene Festival. In der vierwöchigen Laufzeit werden internationale Positionen zeitgenössischer Videokunst in einer eigens dafür entworfenen Ausstellungsarchitektur präsentiert. Die Architektur thematisiert, wie Videokunst in einem klassischen musealen Kontext gezeigt werden kann, der ausschließlich für Malerei und Skulptur konzipiert wurde. Das Ausstellungsdesign  versucht, die offenen Räume zu bewahren und damit die - von den Besuchern häufig abgelehnte - Blackbox-Atmosphäre zu umgehen.

 

 

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