Pressemitteilung des April 2007VIDEONALE 11 - Festival für zeitgenössische Videokunst im Kunstmuseum Bonn |
Pressemitteilung März 2007VIDEONALE 11 - Festival für zeitgenössische Videokunst - im Kunstmuseum Bonn |
Pressemitteilung Februar 2007 VIDEONALE 11 - Festival für zeitgenössische Videokunst – im Kunstmuseum Bonn ![]() ![]()
20h
Videonale. Anmeldung sowie weitere Informationen und Fotos zum Download unter www.videonale.org
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Videonale 11 PressemitteilungRot, erotisch, animalisch, changierend zwischen Glamour und Kanibalismus – so offenbart sich der monitorfüllende Mund mit den makellos weißen Zähnen. Die Arbeit der in England lebenden Videokünstlerin Lia Anna Hennig ist eine von fünfzig Positionen, die die VIDEONALE 11 vom 15. März bis 15. April 2007 im Kunstmuseum Bonn präsentiert. Neben neuen Videoarbeiten u.a. von Jeanne Faust, Christoph Girardet oder Mischa Kuball stehen Werke von jungen Künstlern wie etwa dem Japaner Hideyuki Tanaka, der die skurrilen Riten um eine gottgleiche Figur namens Jappy zeigt, oder dem Franzosen Jean-Gabriel Périot, der die öffentliche Bestrafung von französischen Frauen, denen eine Affäre mit deutschen Männern während des Krieges nachgesagt wurde, untersucht.
„Wir wollen die ganze Bandbreite von Videokunst heute zeigen. Uns interessiert vor allem der Appeal des Gegenwärtigen. Auffällig ist die ungeheure Vielfalt der eingereichten Arbeiten: Narrative und dokumentarische Positionen, Clips, Animation und Zeichentrick, politische Videos, rein am Formalen interessierte Werke, Performance-Videos. Eine interessante Strömung sind in diesem Jahr Videos von Künstlerinnen und Künstlern mit Migrationshintergrund: Noch nie hatten wir so viele Arbeiten von Künstlern, deren Namen auf den ersten Blick so gar nicht zum Land, in dem sie wohnen, passen wollen“, so Georg Elben, Kurator der VIDEONALE 11.
Über 600 aktuelle Videoarbeiten - u.a. aus Taiwan, China, Korea, Australien, Brasilien, Spanien, Frankreich und den USA - hat die fünfköpfige Jury gesichtet. Eine Woche lang tagten Cecilia Anderson, die in Liverpool als freie Kuratorin für die Tate Liverpool arbeitet, Karen van den Berg, Kunstwissenschaftlerin von der Zeppelin University Friedrichshafen, Katja Davar, Künstlerin und Teilnehmerin der Videonale 10, Tomasz Wendland, Künstler und Kurator des IF Museum Inner Spaces aus Poznan und Georg Elben, Kurator der Videonale 11, in den Räumen der KfW-Bankengruppe, die auch in diesem Jahr wieder maßgeblich die VIDEONALE unterstützt.
Zur Eröffnung der VIDEONALE 11 am 14. März 2007 wird eine herausragende künstlerische Arbeit mit dem mit 5.000 Euro dotierten VIDEONALEPREIS ausgezeichnet.
Als Fortsetzung der monatlich stattfindenden Reihe ELEKTRONENSTRÖME behandelt das umfangreiche Rahmenprogramm der VIDEONALE 11 theoretische und praktische Aspekte des Themas Videokunst: Workshops, Experten-Vorträge und künstlerische Statements thematisieren die Besonderheiten von Video als künstlerischem Medium in Bezug zu anderen Medien der bildenden Kunst. U.a. stehen in diesem Jahr Fragen des Copyrights sowie deren Auswirkungen auf Ausstellungen und Sammlungen zur Diskussion. Mit dem Konzept der Video:Dialoge hat der Besucher die Möglichkeit, mit Studenten der Kunstgeschichte die Werke im individuellen Gespräch zu diskutieren. Das genaue Programm wird Ende Januar bekanntgegeben.
Anlässlich der VIDEONALE 11 erscheint ein zweisprachiger Katalog mit zahlreichen Abbildungen der ausgestellten Arbeiten, wissenschaftlichen Aufsätzen und einer DVD.
Die VIDEONALE 11 wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, vom Land NRW, der Kunststiftung NRW, der Stadt Bonn und der KfW-Bankengruppe als Hauptsponsor. (Stand 30.11.2006)
TERMINE DER VIDEONALE 11
Pressekonferenz: Mittwoch, 14. März 2007 11h VIP-Veranstaltung: Mittwoch, 14. März 2007 17h Eröffnung und Verleihung des VIDEONALEPREIS: Mittwoch, 14. März 2007 20h Rahmenprogramm: ab Donnerstag, 15. März - 18. März 2007
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HISTORISCHER ABRISS - DIE GESCHICHTE DER VIDEONALE 11
Die VIDEONALE hat „... in den letzten 20 Jahren stets den Vorteil gehabt, als Quasi-Filmfestival für das Kunstvideo dessen aktuellen filmischen Entwicklungsstand gut abbilden zu können. Das macht ihre ästhetische Gradmesserfunktion aus.“ (K.WEST)
Die Videonale e.V. - 1984 in Bonn gegründet - ist Veranstalterin eines der ältesten Videofestivals der Welt. Die gut 20-jährige Geschichte der Videonale begann im Bonner Kunstverein. Seitdem ist das Festival stetig gewachsen und hat sich in diesem Bereich zu einer maßgeblichen Institution für aktuelle Videokunst entwickelt. Seit 2004 nutzt die Videonale die Räumlichkeiten des Kunstmuseum Bonn und bildet eine sinnvolle Ergänzung zu den so genannten Videopionieren aus der Schenkung Ingrid Oppenheim, die als Kunstsammlerin und Mäzenin in den späten 1970er Jahren den ideellen Grundstein der heutigen VIDEONALE gelegt hat.
Im Frühjahr 2007 veranstaltet die Videonale Bonn zum elften Mal das mit einem internationalen Wettbewerb verbundene Festival. In der vierwöchigen Laufzeit werden internationale Positionen zeitgenössischer Videokunst in einer eigens dafür entworfenen Ausstellungsarchitektur präsentiert. Die Architektur thematisiert, wie Videokunst in einem klassischen musealen Kontext gezeigt werden kann, der ausschließlich für Malerei und Skulptur konzipiert wurde. Das Ausstellungsdesign versucht, die offenen Räume zu bewahren und damit die - von den Besuchern häufig abgelehnte - Blackbox-Atmosphäre zu umgehen.
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